Kalenderrunden

Durchaus bezeichnend erscheint der Umstand, dass auch die Maya, ein Volk mit großen mathematischen Fähigkeiten, ihre „Lange Zählung“  nicht weiter zurückrechnen als bis zum Jahr 3114 v.Chr. (immer vorausgesetzt, die in der Maya-Forschung als allgemein anerkannt geltenden Übersetzungen sind korrekt).

Denkbar wäre für mich aber, dass dieser Zeitpunkt „13.0.0.0.0 4 Ahau 8 Cumku“ eben nicht der Start von buchstäblich Allem ist. Unsere Uhren werden traditionell mit einem Zifferblatt von Null bis 12 ausgestattet, wobei die obenstehende „Zwölf“ gleichzeitig Beginn und Ende des Umlaufs darstellt. Ebenso könnte auch der „Tag Null“ für die Maya nur der Beginn einer weiteren Kalenderrunde gewesen sein. Warum aber wird diese Kalenderzählung mit „13 Baktun“ begonnen?! Wenn man einmal annimmt, dass diese Angabe bedeutet, dass die Lange Zählung bereits zum dreizehnten Mal stattfindet, so kommt man schon bei einer ganz groben Schätzung (rund 5.000 Jahre pro Kalenderrunde ) auf die stattliche Zahl von mehr als 60.000 Jahren. Ein Zeitrahmen, der natürlich jeder historischen Dokumentation spottet. 
Allgemein anerkannt und akzeptiert: Unser abendländischer Kalender

Umso bedauernswerter, dass so viele Informationen über die Maya und ihre Rechenkünste dem religiösen Eifer und der Goldgier der Eroberer aus der Alten Welt zum Opfer gefallen und unwiederbringlich verloren sind. 

„Vor 10.000 Jahren …“

Immer wieder stößt man in der Literatur auf Angaben, die sich auf einen Zeitraum von ca. zehn- bis zwölftausend Jahren beziehen, je nach Lesart. Aufgrund des immensen zeitlichen Abstands soll es uns dabei um eine Abweichung von zwei- oder dreitausend Jahren gar nicht ankommen. Insbesondere unter Berücksichtigung des Umstands, dass nicht einmal in unserer aktuellen Zeitrechnung unumstritten feststeht, in welchem Jahr (oder gar Jahrhundert) wir uns jetzt gerade befinden. Besonders zu berücksichtigen wäre dabei, dass der Beginn unserer Zeitrechnung, also das „Jahr Null“, ziemlich willkürlich und mit erheblicher Verzögerung eingeführt wurde.

Zurückblickend lässt sich wohl sagen, dass die größten Fortschritte der Menschheit in technologischer Hinsicht – grob skizziert – in den letzten 130 Jahren, also ab ca. 1890, gemacht wurden. In dieser Zeit gab es die ersten erfolgreichen Flugversuche. Im Anschluss daran, aber nicht unbedingt dadurch verursacht, gab es eine wissenschaftliche Evolution, die in den Erfolgen bei der Weltraumfahrt ihren derzeitigen Höhepunkt erreicht. In gut einem Jahrhundert ist der Menschheit also mit dem Umstieg von Pferd und Wagen über maschinenbetriebene Boden- und Luftfahrzeuge der Sprung ins All gelungen.

Unsere Zeitrechnung blickt aber immerhin bereits mehr als 2.000 Jahre zurück. Wobei man davon ausgehen darf, dass immerhin zumindest einer elitären Minderheit während dieser Zeit ständig die Möglichkeit zur Verfügung stand, wissenschaftliche Erkenntnisse zu dokumentieren. Dies dürften vor allem Priester und Mönche gewesen sein, die seit jeher als „Bewahrer des Wissens“ galten.

Nun könnte man etwas herablassend sagen: „Was haben die eigentlich die ganze Zeit getan?“ Zumindest für die ersten 1.750 Jahre bis zum Beginn der Industriellen Revolution. Sicherlich wird es zu jedem Zeitpunkt in der Geschichte Tüftler und Denker gegeben haben, die ihrer Zeit voraus waren und neue Ideen entwickelt haben, wenn auch sicher nicht alle der Nachwelt erhalten geblieben sind. 

Wie weit zurück können Ausgrabungen datiert werden?

Und hier reden wir immerhin „nur“ über einen Zeitraum von 2.000 Jahren. Um auf den einleitenden Punkt zurückzukommen: hier geht es um das fünf- bis sechsfache dieser Zeit. Es scheint also unter Hinblick auf die enorme Geschwindigkeit, mit der sich wirtschaftlicher Fortschritt in einer Gesellschaft verbreitet, durchaus legitim anzunehmen, dass in diesem Zeitraum genügend Platz vorhanden war für das Aufkeimen, den Fortschritt und den Verfall vielleicht sogar mehrerer Kulturen.

Bleibt die Frage, was denn zu diesem Zeitpunkt „Null“ der Menschheitsgeschichte vorgefallen sein könnte; und auch die daraus resultierende Frage: Was war vorher?

Astronomische Beobachtungen

Es könnte zwei Arten dieser Beobachtungen geben. Entweder stellt jemand einige markante Monumente in die Landschaft, um dann mit deren Hilf...