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Kollidierende Galaxien

Es gibt verschiedene Darstellungen von Galaxien, die miteinander kollidieren. Dies geschieht in einem Zeitrahmen, der so groß ist, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, die dabei entstehenden Unterschiede wahrzunehmen. Man kann aber versuchen, es in einer Simulation nachvollziehbar darzustellen.

Aber: Bitte hört damit auf, es so aussehen zu lassen, als ob die Sterne gar nicht davon betroffen wären ("Galaxien bestehen hauptsächlich aus leerem Raum").

Ebenso gut könnte man behaupten, es würde überhaupt nichts geschehen, wenn eine Kreissäge an einen Holzbalken angesetzt wird; denn beide, das Holz ebenso wie die Säge, bestehen aus Atomen, und die wiederum bestehen größtenteils aus überhaupt nichts.

Fakt ist natürlich, dass beim Sägevorgang sämtliche Atome des Holzes erhalten bleiben. Sie werden aber aus ihrem gewachsenen Verbund herausgeschleudert, Holzsplitter und -fasern fliegen herum und am Ende bleibt ein Häufchen Sägespäne zurück.

Fliehen – aber wohin?
Ebenso dürfte es sich bei der Galaxie-Kollision verhalten. Aufgrund der großen Entfernung ist es der Menschheit nicht möglich, genauere Einzelheiten der Galaxien zu erkennen; aber aufgrund ihrer schieren Größe muss man davon ausgehen, dass es abertausende von Sternen sind, die – herausgerissen aus ihrem Verbund – zu Sternenstaub zermalmt werden. Selbst wenn nur ein winziger Bruchteil dieser Sterne Planeten besitzt, und von denen wiederum ein Minimum intelligentes Leben hervorgebracht hat: so sind es dennoch unüberschaubar viele Lebewesen, die unmittelbar von dieser Katastrophe betroffen sind.

Wie mag wohl der Anblick einer solchen Kollision aus der Nähe betrachtet sein? Wir kennen von unserem Nachthimmel die Aussicht auf unsere Milchstraße, und wir sind den Anblick vorbeischießender Kometen gewöhnt. Aber eine zweite Galaxie, die mit dem Tempo und der gnadenlosen Unausweichlichkeit eines Gletschers auf uns zuströmt?! Selbst wenn es noch tausende Jahre dauern wird, bis der Planet Auswirkungen dieses Zusammenstoßes zu spüren bekommt – es bleibt doch nur noch die Hoffnungslosigkeit. Auch wenn die Zivilisation eines Planeten bereits die Raumfahrt entwickelt haben sollte – wohin kann man fliehen? Selbst unsere Science fiction geht normalerweise über die Grenzen des "uns bekannten Universums" nicht hinaus. Ein Flüchtlingstreck aller raumfahrenden Zivilisationen, die eine ganze Galaxie verlassen müssen, sprengt jede Vorstellungskraft.

Alles in Bewegung

Wellen im Universum
Buchstäblich alles im Universum strahlt. Angefangen vom kleinsten Atom bis hin zu den größten Sternen und sogar ganze Galaxien. Diese Strahlung macht sich auf verschiedenste Weise und in unterschiedlichen Variationen bemerkbar.

Das einfachste, naheliegende Beispiel dürfte wohl das Licht sein, das wir Menschen mit unseren Sinnen wahrnehmen. Hier aber zeigt sich auch gleich eine Einschränkung, denn das menschliche Auge nimmt tatsächlich nur einen begrenzten Teil dieser Strahlung wahr. So bleibt beispielsweise das ultraviolette Licht für uns unsichtbar, während Insekten damit in der Lage sind, Blumenblüten besser zu erkennen.

Aber Licht ist nur ein kleiner Teil des Spektrums. Andere Bestandteile sind Radiowellen, Mikrowellen, Wärmestrahlung, Röntgen- oder Gammastrahlung, wobei die Grenzen dazwischen wohl fließend sind. Das bedeutet, dass wir Farben nur deshalb wahrnehmen, weil unsere Augen als Sinnesorgane darauf „geeicht“ sind. Es wäre nur ein verhältnismäßig kleiner evolutionärer Unterschied, und wir würden Radiowellen „sehen“ können. So ganz abwegig ist das gar nicht; es gibt Menschen, deren Wahrnehmung sich in solchen Grenzbereichen bewegt, man nennt sie Synästhetiker. So kann beispielweise eine bestimmte Farbe als ein Geschmack wahrgenommen werden, oder Töne werden mit Farbeindrücken assoziiert.

Andere Teile des Spektrums können wir mit Hilfe technischer Hilfsmittel für den Menschen nutzbar machen. Es gibt Bildverstärker, die das vorhandene Restlicht um ein Vielfaches verstärken, oder auch Wärmebildkameras, die das Infrarotlicht in ein für das menschliche Auge erkennbares Licht umwandeln. 

Ein gern zitierter, aber unbewiesener Mythos lautet, dass der Tyrannosaurus Rex nur Objekte erkennen konnte, die sich in Bewegung befinden. Allerdings können Haustierhalter ein ähnliches Verhalten beim Spielen mit einer Katze beobachten: sie wird von einem schnell bewegten Spielzeug ebenso wie vom Leuchtpunkt eines Laserpointers geradezu hypnotisiert und ist voll auf das Spiel konzentriert; eine kleine Pause oder Ablenkung jedoch, und schon ist das Spiel vergessen. 

Der Punkt ist: es gibt „da draußen“ eine ganze Menge verschiedenster Strahlungen, und noch sind längst nicht alle erforscht. Auch ist noch nicht hinreichend geklärt, ob oder wie weit eine noch unbekannte Strahlung künftige Raumfahrer gefährden oder verletzen könnte. Dasselbe könnte aber umgekehrt auch für Besucher aus dem All gelten, die unsere Erde besuchen. Sie könnten hier einer Strahlung ausgesetzt werden, die für einen Menschen vollkommen ungefährlich ist – weil der Mensch an sie gewöhnt ist. Als Schutzmaßnahme käme hier – für Außerirdische ebenso wie für den Menschen im Weltall – ein Schutzanzug in Betracht, wie ihn unsere Astronauten ja auch schon seit Beginn der Raumfahrt tragen. Und an dieser Stelle drängt sich der Gedanke auf, dass es sich bei vielen historischen, sowohl figürlichen als auch bildlichen Darstellungen auf der ganzen Welt um Personen handelt, die mindestens einen geschlossenen Helm, wenn nicht sogar einen Ganzkörperanzug tragen. Daraus resultiert die Frage, was die Künstler der Frühzeit gesehen und erlebt haben, und was sie mit diesen Darstellungen für die Nachwelt erhalten wollten. Oder anders ausgedrückt: Angenommen, der Mensch würde einen anderen Planeten erreichen; einen, der eine für den Menschen lebensfeindliche Atmosphäre hätte, in der aber andere Lebensformen existieren und gedeihen konnten. Der Mensch könnte seinen Schutzanzug während der gesamten Dauer seines Besuchs nicht ablegen, könnte aber dennoch mit Hilfe technischer Geräte mit den Bewohnern des Planeten kommunizieren. Diese aber würden die Person, die in dem Anzug steckt, niemals in voller Pracht und ohne den Anzug zu Gesicht bekommen. Nach seiner Abreise würde daher in die Annalen der Anderen die Erinnerung an eine sich etwas unbeholfen bewegende, etwas plumpe Gestalt eingehen, mit fester Außenhaut und mit einem fauchenden Atemgerät auf dem Rücken.  

Die Windkraft und das Wetter

In Schleswig-Holstein wird der Ausbau von Windkraftanlagen politisch bevorzugt  mit der Begründung, man habe hier ja stets genügend Wind zur Verfügung. Außerdem sei in Nord- und Ostsee reichlich Raum vorhanden für den Bau von „Offshore“-Anlagen. Die Auswirkungen auf die Meeresflora und -fauna sind „Gegenstand der Forschung“; im Klartext heißt das, sie werden begleitend untersucht, während das Projekt bereits im Gange ist. Sollten sich langfristig negative Folgen bemerkbar machen, wird es entsprechend schwierig werden, diese in den Griff zu bekommen. Mitgegangen – mitgefangen. Solange es noch einzelne Windräder waren – vielleicht auch zwei, drei oder sogar zehn –, machte es global betrachtet keinen Unterschied. Inzwischen aber stehen die Windräder zu tausenden an den Küsten. (Quelle: schleswig-holstein.de [Archivversion]) 

Windräder an der Nordseeküste
Ein wichtiger Aspekt blieb aber anscheinend bisher völlig unberücksichtigt. Aus der Schule kennt wohl jeder den Energieerhaltungssatz „Energie kann zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden; es ist jedoch nicht möglich, Energie zu erzeugen oder zu vernichten.“  Es ist also ganz offenkundig, dass die Windenergie nicht einfach so „gewonnen“, sondern dass sie dem Wind entzogen wurde. Es gibt eine Studie, die besagt, dass man mit Hilfe größerer Windkraftanlagen die Gefahr von Hurricans und Sturmfluten verringern könnte. Was hier als ein Vorteil für die Bewohner der US-amerikanischen Küsten dargestellt wird, zeigt sich vermutlich in der Praxis bereits in anderer Form an der deutschen Nordseeküste.

Jeden Abend in der TV-Tagesschau wird uns eine Wetterkarte präsentiert; und als Norddeutscher ist man daran gewöhnt, bei dieser Karte (vor allem in den Sommermonaten) auf den linken oberen Bildrand zu achten. Von dorther, von den britischen Inseln ziehen die Tiefs zu uns herüber  und in Richtung Osten, die uns den klassischen verregneten Sommer bescheren, wie ihn einst Rudi Carrell besang. Was aber, wenn es genau diese Tiefdruckgebiete sind, die nun von den Windanlagen in der Nordsee geradezu ausgebremst werden?! Die Folge wäre: die vom Golfstrom nach Europa herangeführten, mild-feuchten Luftmassen würden das deutsche Festland kaum noch erreichen, sie würden über der Nordsee abregnen (wo es kaum jemand bemerkt). Stattdessen dringt immer mehr trockene, warme Luft aus dem Süden bis nach Norddeutschland vor, was sich hier vor allem dadurch bemerkbar macht, dass Autos buchstäblich über Nacht immer wieder mit einer dicken Staubschicht  bedeckt sind. 

Es ist also zu befürchten, dass wir unseren angeblich so kostengünstigen „grünen Strom“ durch Inkaufnahme einer klimatischen Veränderung teuer bezahlen.

Projekt „Wilder Wald“

Der jährlich erstellte Waldzustandsbericht  der Bundesregierung wiederholt gebetsmühlenartig fast in jedem Jahr die Zusammenfassung: dem deutschen Wald geht es schlecht. Gesehen, gelesen, abgeheftet. Zurück zur Tagesordnung. – Auf der anderen Seite sehe ich Tag für Tag, dass vorhandene  Bepflanzung weichen muss für Neubauten, Instandsetzungen oder einfach nur gärtnerische Veränderungen. Wie schade, dass niemand mehr Verwendung hat für kerngesunde, aber überzählige Büsche und Bäume.

Hier setzt mein Gedanke an: Wie wäre es denn mit einer Art Gnadenhof für Pflanzen?!

Ich stelle mir dabei folgendes vor: Man nehme zunächst einmal ein freies Grundstück, vielleicht für den Anfang ungefähr von der Größe eines Fußballfeldes. Es muss nicht besonders „schön“ sein, nicht einmal ebenerdig. Auch vorhandener Wildbewuchs ist erstmal kein Problem. 

Auf diesem Grundstück werden nun erst einmal Rundwege angelegt, so dass man einigermaßen trockenen Fußes überall hinkommt. Diese Wege können in schlichtester Weise mit einer wassergebundenen Decke versehen sein; das Hauptziel dabei ist, dass man zumindest in der Anfangsphase nicht in schlammigem Boden versinkt. Damit wäre die Hauptarbeit bereits erledigt.

Waldgebiet
Nun stellt man das vorbereitete Gelände der Öffentlichkeit zur Verfügung. Jedem Menschen wird es freigestellt, aus eigenem Besitz vorhandene Pflanzen, die noch völlig gesund sind, für die man aber keine Verwendung mehr hat, hierherzubringen und sie an geeigneter Stelle einzupflanzen.  
Was dabei geschieht, mag zuerst einmal als totales Chaos erscheinen. Die unterschiedlichsten Pflanzenarten werden durcheinandergeraten. Das eine oder andere wird hier nicht überleben können. Für einige Pflanzen sind die klimatischen Bedingungen oder der vorhandene Boden nicht geeignet. Andere Pflanzen konkurrieren gegenseitig um den Lebensraum. Aber nach einiger Zeit wird sich der gewünschte Effekt bemerkbar machen: Die stärksten und gesündesten Pflanzen überleben und breiten sich aus. Bäume wachsen und bilden einen Mischwald, der im großen und ganzen sich selbst überlassen bleiben kann, oder eine Streuobstwiese. Kleinere Klimazonen entstehen, die wiederum die Ansiedlung von Wildpflanzen, aber auch von Amphibien und Insekten unterstützen. Vielleicht „spendet“ jemand eine gewisse Restmenge Kies; in irgendeiner Ecke des Grundstücks entsteht daraus eine Sanddüne, in der sich eine ganz besondere Flora und Fauna ansiedeln kann. An anderer Stelle sammelt sich Oberflächenwasser und bildet einen Teich, der für die nötige Bodenfeuchtigkeit sorgt. Grössere Kieselsteine, von den Landwirten der Umgebung auf ihren Ackerflächen eingesammelt und hier aufgeschichtet, ergeben einen idealen Lebensraum für einheimische Arten wie Erdkröten oder Kreuzottern. Die Wege, die zu Beginn nur die Erreichbarkeit aller Flächen sicherstellen sollten, werden bald zu beliebten Wanderwegen, das ganze Gebiet mausert sich zu einem Erholungsgebiet für Mensch und Natur. Informationstafeln an den Zugängen erklären die verschiedenen Bereiche, idealerweise beschreiben sie auch die eine oder andere Pflanzenart. Auf natürliche Art entstehende Verluste werden dadurch ausgeglichen, dass die Bevölkerung auch weiterhin und dauerhaft berechtigt ist, ja sogar  dazu ermuntert wird, eigene Pflanzen beizusteuern.

Die hauptsächlichen Kosten für ein derartiges Projekt entstehen natürlich bei der Anschaffung des eigentlichen Grundstücks. Aufgrund der besonderen Wichtigkeit gegenüber Mensch und Natur sollte so etwas aber mit Hilfe öffentlicher Fördergelder (oder Spenden) umsetzbar sein. Die Urbarmachung und die Vorbereitung der Wege könnte man beispielsweise als örtliches Schulprojekt ansetzen oder als Fördermaßnahme der staatlichen Eingliederungshilfe anerkennen lassen. Eine Umzäunung des Geländes halte ich nicht für notwendig; der Zuzug von Wildtieren ist durchaus erwünscht, und ein gewisses Maß an Verbiss muss als normaler Schwund betrachtet werden. Außerdem dienen die Pflanzen auf diese Weise auch als natürliche Nahrungsquelle und reduzieren die Verluste auf den umliegenden bewirtschafteten Ackerflächen. Leider wird es notwendig sein, an den Zugängen und Wegen einige Müllbehälter aufzustellen und diese regelmässig zu entleeren; dies zählt jedoch ebenso wie in den Wohnorten zu den Aufgaben der Kommunalverwaltung und könnte sozusagen mit erledigt werden.

Eine durchaus ähnliche Idee verfolgte übrigens bereits Andreas Gayk, der nach dem Zweiten Weltkrieg Oberbürgermeister der Stadt Kiel war und maßgeblich zu ihrem Wiederaufbau beitrug. Die nach seiner Idee bepflanzten Trümmerflächen werden noch heute liebevoll als „Gayk-Wäldchen“  bezeichnet.

Darwin vs. Inzucht

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV) hat im November 2022 eine Presseerklärung  herausgegeben, in der auf die Gefahr hingewiesen wird, dass die räumliche Trennung durch Autobahnen, Siedlungen und Bahnlinien zu Inzucht und Missbildungen beim heimischen Rotwild führen kann, da sich die Populationen nicht mehr genetisch austauschen können.

Andererseits ist nachzulesen, dass die Ausbildung von Isolationsmechanismen wesentlich sei für den Vorgang der Artbildung im Sinne des Charles Darwin. Bei den nach ihm benannten Darwinfinken wird angenommen, die Gründerpopulation könne möglicherweise aus nur einem einzigen trächtigen Weibchen hervorgegangen sein. 

Was also könnte bzw. würde geschehen, wenn die durch den Menschen hervorgerufene Isolation beim Rotwild dauerhaft aufrechterhalten werden würde? 

Rehwild vor einem Wald
Der LJV warnt vor genetischer Verarmung und daraus resultierenden Missbildungen bei den Wildtieren. Dies müsste wiederum im Falle des Darwinfinken in noch erheblich größerem Maße aufgetreten sein. In der Natur sind missgebildete Individuen nicht lange überlebensfähig. Ebenso wie kranke oder verletzte Tiere werden sie innerhalb kürzester Zeit den Beutegreifern zum Opfer fallen – oder schlicht verhungern und verdursten, wenn eine Nahrungsaufnahme nicht möglich ist. Sie scheiden damit also auf natürliche Weise aus dem Genpool aus.  Es ist aber auch denkbar – und beim Darwinfinken ja auch erwiesen –, dass sich langfristig eine Veränderung in den Genen auch mal als Verbesserung erweist und sich damit durchsetzt. In diesem Falle wäre es sogar von Vorteil, wenn die Anzahl der infrage kommenden Individuen eher klein bleibt, damit diese genetische Veränderung innerhalb der Population auch möglichst oft weitergegeben wird. Wenn sich die Veränderung als echter evolutionärer Vorteil erweist, wird die Anzahl der Tiere, die diese Erbinformation in sich tragen, schnell von selbst erhöhen.

Material vom Himmel

Der moderne Mensch verbraucht unverantwortlich große Mengen an Energie bei dem Versuch, die Erdoberfläche zu verlassen und in den Weltraum vorzudringen – und erzeugt dabei zwangsläufig auch noch enorm viele Abgase. Wohl jedermann kennt heutzutage die Filmaufnahmen einer startenden Rakete. Was aber wäre, wenn wir die ganze Sache von der falschen Seite aus betrachten?!

Zu Wasser, zu Lande, in der Luft ...?
Man stelle sich vor, ein Krebs, der auf dem Meeresgrund lebt, schaut nach oben und betrachtet das, was auf der Wasseroberfläche so geschieht. Er sieht die Unterseite der Rümpfe von vorbeifahrenden Schiffen. Ab und zu begegnet ihm auch ein getauchtes U-Boot, dem es scheinbar spielerisch leicht gelingt, bis in seine Unterwasserwelt vorzudringen. Aus der Untersuchung von untergegangenen Schiffswracks „weiß“ unser Krebs, dass die Rümpfe dieser Schiffe oft aus Stahl bestehen – einem Werkstoff, der deutlich schwerer ist als Wasser und daher eigentlich gar nicht schwimmen kann. Dennoch gelingt es den U-Booten sogar, wieder zurück auf die Oberfläche aufzutauchen. Der Krebs träumt davon, auch einmal an die Oberfläche dieses geheimnisvollen Ozeans zu gelangen. Nun ist es aber so, dass die Krebse naturbedingt aufgrund ihrer Größe schlechte Schwimmer sind, sondern sich überwiegend am Meeresboden aufhalten. Der Versuch, schwimmend die Meerestiefen zu überwinden, wäre mit viel zu großem Energieaufwand verbunden. 

Gilt es hier womöglich, eine Analogie zu entdecken?

Der Vergleich, vom Meeresboden zur Wasseroberfläche zu gelangen, entspräche dann der Entfernung von der Erdoberfläche ins Weltall. Der Versuch, ein gesunkenes Schiffswrack zu heben, wäre vergleichbar mit dem Modell eines „Weltraumlifts“ . In diesem Fall wären wir dann jenes Krustentier, das voller Sehnsucht hinaufschaut in unerreichbare Fernen.  
Wenn wir uns nun gedanklich versetzen in die Realität der heutigen Zeit, dann wissen wir, warum Schiffe schwimmen und warum U-Boote tauchen können. Das Zauberwort heißt „Verdrängung“:  Schwimmfähige Körper müssen so viel Hohlraum besitzen, dass die darin enthaltene Luft genügend Auftrieb gibt (sog. „Archimedisches Prinzip“ ). Das Gewicht des Schiffsstahls wird also aufgewogen durch die Luft – ein Medium, das leichter ist als das Wasser. Ein U-Boot kann tauchen, weil es die in den Ballasttanks gespeicherte Luft komprimiert, wodurch sich die Gewichtsverhältnisse ändern; zum Auftauchen wird dieser Vorgang rückgängig gemacht und das Wasser aus den Tanks wieder herausgedrückt. 

Ein durchaus vergleichbares Beispiel wird uns von der Natur angeboten: Das Perlboot,  ein sogenannter Kopffüßer, vergleichbar mit Tintenfischen. Das Perlboot „baut“ sich allerdings eine feste Schale, die es beim Wachstum ständig vergrößert. „Bewohnt“ wird dabei nur die jeweils äußerste Schale; die anderen sind miteinander verbunden und dienen dem Druckausgleich. Das Perlboot ist in der Lage, die Kammern mit Hilfe eines selbst erzeugten Gases zu be- oder entlüften, um dadurch ein Auf- und Absteigen im Wasser zu ermöglichen. Es bleibt dabei ein Geheimnis, wie das Perlboot die nötigen Gase erzeugt – und vor allem, wie es diese Gase (unter Druck?) lagert, um sie bei Bedarf zur Verfügung zu haben.

Um die Analogie zu vervollständigen, ist es erforderlich, ein Medium zu finden, das leichter ist als Luft. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass – wenn es denn einen solchen Stoff gibt – er nicht auf der Erdoberfläche gefunden werden kann. Ebenso wie Luftblasen sofort im Wasser aufsteigen, würde dieser hypothetische Stoff schnell ins offene Weltall „verdunsten“. Man könnte zwar die Luftblasen im Wasser auffangen und „speichern“, dazu bedarf es aber einer luftundurchlässigen Hülle wie z.B. einem Ballon (den es wiederum am Meeresboden nicht zu finden gibt). Andererseits nutzen wir ganz selbstverständlich luftgefüllte Gegenstände, die nicht sinken können, um andere Gegenstände daran zu befestigen und diese so am Versinken zu hindern; man nennt sie „Bojen“. Es müsste also für die Anwendung dieses Gedankenmodells ein Medium geben, das es hier auf unserer Erde nicht gibt und das leichter ist als Luft. 

Das führt mich zu einer weiteren Frage: Warum zischen Sternschnuppen immer „quer“ über den Himmel?

Das hat wohl jedermann schon einmal in einer sternenklaren Nacht beobachtet: ein kurzes Aufflackern, ein Lichtschein von nur einem Sekundenbruchteil Dauer, und schon ist es wieder verschwunden. Dies sind seit Anbeginn aller Zeiten Teile von Meteoroiden, die mehr oder weniger chaotisch im All umhertreiben und irgendwann in den Einflussbereich der Erdatmosphäre geraten. Um sie wahrnehmen zu können, müssen sie allerdings eine Spur über den Himmel hinterlassen; manchmal nur kurz, andere Male scheinen sie fast bis zum Horizont zu fliegen. Ein Vergleich dazu fällt mir ein: Autofahrer kennen das Dilemma, dass Insekten während der Fahrt frontal gegen das Fahrzeug prallen und dort hässliche Spuren hinterlassen. Nun kann man aber manchmal beobachten, dass manche Insekten in einem schrägen Winkel auf das Fahrzeug zufliegen; sie prallen von der Windschutzscheibe ab oder werden sogar vom Fahrtwind beiseite geworfen, ohne das Fahrzeug auch nur zu berühren. Ebenso könnte man sich – vom Weltraum aus betrachtet – vorstellen, dass einige Meteoroide in einem schrägen Winkel auf die Atmosphäre treffen und dort aufgrund der Reibungshitze verglühen; andere aber müssten auf einer rein zufälligen Flugbahn so exakt auf die Erde „zielen“, dass sie – von der Oberfläche betrachtet – direkt senkrecht auftreffen. Derartige „Zufallstreffer“ müssten aufgrund der Eigenbewegung und der Schwerkraft eine enorm große Energie innehaben und dürften kaum unbemerkt bleiben, wenn sie auf festem Boden aufschlagen. Derartige Einschläge sind aber extrem selten. Daher bleibt die Überlegung: könnte es etwas geben, das diese Meteoroide „ablenkt“? So, wie der Fahrtwind die Insekten noch vor dem Fahrzeug davon weht. Da Wind im All nicht vorkommt, könnte es etwas anderes sein. Vielleicht eine magnetische Abstoßung, wie sie jedes Kind beim Spielen mit zwei gleichpoligen Magneten spüren kann? Leider bleibt von derart „abgestoßenen“ Meteoriten nicht genug übrig, um es einer genaueren wissenschaftlichen Untersuchung zu unterziehen. Sie verschwinden entweder ungesehen wieder in den Tiefen des Alls, oder sie verglühen, und ihre Asche verteilt sich im Orbit.

Nun angenommen, es würde gelingen, etwas von diesem Material noch außerhalb unserer Lufthülle zu bergen. Ein wahrer Wunschtraum ginge in Erfüllung, wenn sich dabei herausstellen würde, dass es vom Erdmagnetfeld abgestoßen werden wird – wie ein gleichpoliger Magnet. Das würde sich sehr schnell herausstellen, denn ein Erd-Raumschiff mit dieser Fracht an Bord würde auffallende Probleme bei der Rückkehr haben (je nach Menge der gewonnenen Fracht). Einen „großen Klumpen“ in einem Stück mitzubringen könnte sich zunächst als unmöglich erweisen; kleinere Mengen müssten demnach aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften, die den irdischen entgegenwirken, zu einer Verringerung des Gesamtgewichtes der Raumfähre führen – und damit bereits zu der gewünschten Energieersparnis. Diesen Traum weitergesponnen könnte man sich ein Raumschiff vorstellen, außerhalb des Erdorbits konstruiert und aus dem neuen Material bestehend. Um auf der Erdoberfläche landen zu können, müsste man entsprechenden Ballast mitführen; dies könnten irgendwo in unserem Sonnensystem gewonnene Rohstoffe oder dort hergestellte Waren sein. Ist das Raumschiff nach der Landung entladen, so würde es durch die darauf einwirkenden abstoßenden Kräfte ganz von selbst wieder aufsteigen; ähnlich wie das auftauchende U-Boot ohne besonderen Antrieb, lediglich durch das Auspressen der Luft, wieder zurück an die Wasseroberfläche steigt.

Einen ganz ähnlichen Ansatz hat übrigens bereits der Autor Hans Dominik in seinem Werk „Flug in den Weltraum“  verfolgt. Allerdings mit dem Unterschied, dass in diesem Roman das Material, das zum Antrieb eines Raumschiffs dient, künstlich in einem Labor hergestellt wird. Es wäre mit Sicherheit effektiver und kostengünstiger, wenn ein solches Material auf natürlichem Wege gewonnen werden könnte.

Dramatische Ereignisse

In dem Sachbuch „Alles über Atlantis“  beschreibt der Autor Otto H. Muck seine Forschungsergebnisse über die sagenumwobene Insel Atlantis, die nach Platon „während eines einzigen schlimmen Tages und einer einzigen schlimmen Nacht“ unterging. Schon in der Einleitung weist Muck darauf hin, es sei „von allen Wissenschaftsrichtungen, von der Ethnologie bis hin zur Archäologie und Geophysik, bestätigt, dass vor etwa 10.500 Jahren eine plötzliche Verschiebung der magnetischen Erdpole stattgefunden hat“. Er erklärt dies damit, dass in jener Zeit ein gewaltiger Meteor im Nordatlantik eingeschlagen sei, der nicht nur die Insel Atlantis zerstörte, sondern auch noch weitere Schäden verursachte, deren Folgen weltweit und über Jahrhunderte hinweg spürbar waren. Dies wäre eine ausreichend starke Zäsur, die es vorstellbar sein lässt, dass eine ganze Hochkultur dadurch buchstäblich über Nacht ausgelöscht wird. Bemerkenswert ist, dass der von Muck genannte Zeitraum nahezu deckungsgleich ist mit dem Holozän; so lautet der geologische Fachbegriff für den Beginn einer „Nacheiszeit“, deren Beginn vor etwa 11.700 Jahren angenommen wird.

Ruine eines Bunkers. Wann, von wem und warum wurde er erstellt?

Immer und zu allen Zeiten hat es Zwischenfälle gegeben – ob nun durch Naturkatastrophen oder durch menschgemachte Einflüsse –, die viele Todesopfer forderten. Aber ebenso hat es immer Überlebende gegeben, denen es durch glückliche Umstände gelang, dem Untergang zu entkommen. So könnten auch in diesem Fall einige wenige Versprengte übriggeblieben sein; sei es, weil sie sich zufällig an einem sicheren Ort befanden, oder weil sie zufällig zur rechten Zeit über die nötigen Rettungsmittel verfügten. Sie wären nun gezwungen, an einem unbekannten und unwirtlichen Ort eine neue Zivilisation zu begründen. Selbst eine Notfallausstattung mit Lebensmitteln und Gerätschaften wird nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestanden haben. Nun ist es nicht schwer, sich vorzustellen, dass hier eine recht gemischte Personengruppe durch Zufall zusammengeschmiedet worden ist. Längst nicht alle werden Fachleute gewesen sein.

Kampf ums Überleben

Man stelle sich einmal vor, in der heutigen Zeit strandet ein Kreuzfahrtschiff auf einer einsamen Insel. Die Überlebenden werden aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten stammen, es sind einige der zahlenden Gäste dabei, vielleicht sogar vermögende Personen aus der „gehobenen Gesellschaft“. Aber auch vom Bedienungspersonal werden es ein paar geschafft haben, auch einige Techniker aus dem Maschinenraum. Wer aber von ihnen hat die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten, um auch nur ein Lagerfeuer zu entzünden, geschweige denn eine Behausung zu bauen? Die Techniker haben das Wissen, wie man ein Funkgerät benutzen könnte, um einen Hilferuf abzusetzen; es fehlt ihnen aber am nötigen Material. Die Reichen besitzen genügend Bildung, um eine Gesellschaftsform auf demokratischer Basis aufrechtzuerhalten; ihnen aber fehlt es an den dafür notwendigen Durchsetzungsmitteln. Und das Bordpersonal wird – froh darüber, dem Untergang entkommen zu sein – nicht mehr bereit sein, den anderen zu dienen, sondern eigene Wege gehen wollen. Man kann sich mit etwas Fantasie vorstellen, dass diese bunt zusammengewürfelte Gruppe binnen kürzester Zeit auseinanderdriftet. 

Nun stelle man sich die weitere Zukunft einer solchen Gruppe über einen längeren Zeitraum vor, ohne dass es Hilfe von außen gab oder eine solche überhaupt zu erhoffen gewesen wäre. Nach einigen Monaten – oder Jahren – ist es beinahe unausweichlich, dass es zu zwischenmenschlichen Kontakten amouröser Art kommt. Sind genügend Überlebende vorhanden, entsteht eine ganze Generation von Inselbewohnern, die in ihrem Leben nie etwas anderes gekannt haben. Sie erhalten von ihren Eltern eine mehr oder weniger umfangreiche Ausbildung, natürlich basierend auf deren Bildungsstand. Gewisse technische Errungenschaften, wie Telefon oder Fernsehen, kennen sie nur von den Erzählungen, sie können sich selbst kein Bild davon machen. Denkt man dies nun für den Zeitraum mehrerer Generationen weiter, so ist eine Zeit zu erahnen, zu der diese Erzählungen zur Mythologie werden. 


Ein ähnliches Szenario hat längst Zugang in die Kinosäle der Welt gefunden. In dem dystopischen Film „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ (1985) kommt eine Gruppe von Kindern vor, die versuchen, mit einfachsten Mitteln die Erinnerungen an eine bessere Zeit aufrechtzuerhalten.

Astronomische Beobachtungen

Es könnte zwei Arten dieser Beobachtungen geben. Entweder stellt jemand einige markante Monumente in die Landschaft, um dann mit deren Hilf...