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Signale

Der italienische Physiker Enrico Fermi stellte 1950 eine interessante These auf, die sich zusammenfassen lässt mit der Frage: Wenn da draußen andere intelligente Zivilisationen existieren – warum können wir dann keine Spuren davon entdecken? Diese Frage ging als Fermi-Paradoxon in die Geschichte ein. Eine Rolle spielt dabei auch die Drake-Gleichung, mit deren Hilfe man abzuschätzen versucht, wie viele solcher hochentwickelten Zivilisationen es im Universum geben könnte. 

Beide Überlegungen haben meiner Ansicht nach einen entscheidenden Nachteil: sie gehen davon aus, dass Völker anderer Welten eine Technologie anwenden, die der unseren ähnelt (also insbesondere Informationen mit Hilfe von Radiowellen austauschen). Dabei muss man sich vergegenwärtigen, dass auch für uns Menschen diese Technologie noch gar nicht so lange verfügbar ist. Gerade mal erst in den 1920er Jahren wurde der Radioempfang populär.
Kommunikationswege
Um ein gedankliches Bild zu produzieren: Wir verhalten uns dabei etwa ebenso wie Menschen, die für eine Fern-Kommunikation kein anderes Hilfsmittel kennen als Rauchzeichen. Sie senden ihre Signale in den Himmel und wundern sich, dass sie keine Antwort erhalten; während um sie herum der moderne Mensch sich elektronischer Hilfsmittel bedient, schnurlos telefoniert und Informationen über das Internet austauscht. Sie können nicht einmal ansatzweise erahnen, dass der Himmel um sie herum von Daten geradezu wimmelt, denn sie haben (noch) keinerlei Hilfsmittel, die das Erfassen solcher Informationen ermöglichen würden. Es gibt einige "Cargo-Kulte", die auf der Annahme basieren, dass primitive Völker genau dies getan haben: sie haben technische Vorgänge zwar beobachtet, aber nicht verstanden und versuchen, diese mit einfachsten Mitteln zu kopieren. 

Auch in unserer modernen Welt, in der wir Satellitentechnologie ganz selbstverständlich nutzen, gibt es noch immer neue Entwicklungen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen oder sogar als völlig veraltet dastehen lassen. Das Radio dient mittlerweile nicht mehr nur zur Ausstrahlung von Musik oder Sprache, sondern es werden auch gleichzeitig Informationen über den Sender, den Musiktitel, den Interpreten oder auch über die aktuelle Verkehrslage übermittelt. Das Fernsehen hat sich von mageren drei Schwarz-Weiß-Programmen zu einer Vielzahl von Programmen gemausert, wobei hier der begleitende Teletext auch schon wieder ein "Auslaufmodell" ist. Und CB-Funk, der gegen Ende des 20. Jahrhunderts noch sehr beliebt war, wird heute fast nur noch von Hobbyfunkern verwendet.

Aus diesem Grund sollte man nicht zu der Annahme verleiten lassen, dass unsere heutigen Systeme der Datenübermittlung der Weisheit letzten Schluss bedeuten. Immerhin haben alle diese Systeme dasselbe Manko: sie basieren auf dem elektrischen Strom, der mit annähernder Lichtgeschwindigkeit fließt. Das klingt nach viel, ist es aber nicht. Bei einer Funkverbindung zwischen Erde und Mond beträgt die Verzögerung nur etwa zwei Sekunden; bei einer Verbindung zum Mars müsste man bereits von etwa elf Minuten ausgehen, bis die Nachricht beim Empfänger eintrifft. Ein Szenario, das übrigens in den Film "Der Marsianer – Rettet Mark Watney" berücksichtigt wurde. 

Bei noch weiter entfernten Zielen muss man natürlich die zeitliche Verzögerung noch sehr viel höher ansetzen. Während es sich bei einer Kommunikation innerhalb unseres Sonnensystems vielleicht noch um Minuten oder Stunden handeln mag, wäre bei einer interstellaren Übertragung bereits von mehreren Jahren auszugehen – eine Unterbrechung, die eine sinnvolle Unterhaltung mit Rede und Antwort fast unmöglich macht. Auch dies wurde in der Filmindustrie bereits thematisiert: in der Science-Fiction-Parodie "Dark Star – Finsterer Stern" wird beim Funkkontakt zwischen Erde und Raumschiff eine Verzögerung von zehn Jahren erwähnt.

".Das Fehlen von Beweisen ist kein Beweis für das Fehlen"
(Carl Sagan zugeschrieben)


Es bleibt zu hoffen, dass wir Menschen möglichst bald und schnell hinzulernen, um neue, heute noch völlig unbekannte Kommunikationswege zu entdecken, die uns vielleicht eines Tages die Teilnahme am interstellaren Nachrichtenaustausch ermöglichen. Wir sind nicht allein. Die anderen sind nur sehr, sehr weit weg.

In der Ruhe liegt die Kraft

In der Science fiction ist es längst allgemein bekannt, dass in einem Raumschiff, das sich schwerelos im All bewegt, die fehlende Schwerkraft durch eine andere Kraft ersetzt werden kann: die Fliehkraft.

Als Beispiele seien nur genannt: Neben dem Filmklassiker "2001 - Odyssee im Weltraum" aus dem Jahr 1968 sind es auch die beiden Filme "Mission to Mars" und "Red Planet" (beide aus 2000), die allesamt eine Reise in einem Raumschiff darstellen, das zumindest teilweise in eine gleichmäßige Rotation versetzt wird. Durch diese Rotation wird alles darin befindliche – Ausrüstung und Astronauten – bedingt durch das Trägheitsmoment an die Innenseite der Außenwand gedrückt. Ist die Rotation perfekt justiert, erzeugt dies ein Gefühl einer erdähnlichen Schwerkraft.

In der Realität ist es bisher noch nicht gelungen, ein solches Verfahren anzuwenden. Die Raumstation ISS ist, obwohl sie seit dem Jahr 2000 dauerhaft von wechselnden Mannschaften bewohnt wird, noch immer von vorn bis hinten durchgängig schwerelos. Dies stellt eine enorme körperliche Belastung für die Weltraumreisenden dar.

Hier nun eine Idee, die mir im Kopf herumgeistert. Wanderer ebenso wie Seeleute wissen seit langem die Vorteile einer Hängematte zu schätzen. Für die einen ist es die leichte und platzsparende Transportierfähigkeit, für die anderen ist es der Ausgleich der Bewegung, die durch Sturm und Wellengang erzeugt wird. Dieser Ausgleich entsteht durch das Hin- und herpendeln des Körpers; bedingt durch die Erdanziehung tendiert diese Pendelbewegung stets zurück zum Ruhepunkt. – Was aber würde geschehen, wenn eine Hängematte in der Schwerelosigkeit verwendet werden würde?

Wichtig dabei wäre, dass für die Hängematte ein ausreichend großer Platz zur Verfügung steht; groß genug, damit die Matte sich in einem vollen 360-Grad-Kreis drehen kann. Ein solcher Platz sollte durchaus in einem der Räume der ISS zu finden sein. Außerdem wird natürlich an zwei Seiten eine Aufhänge-Möglichkeit benötigt, die den 360-Grad-Schwenk mitmachen kann. Wenn nun ein Astronaut sich in die Hängematte begibt, so muss diese lediglich durch einen kleinen Schubs in Bewegung gebracht werden. Ohne den Widerstand der Erdschwerkraft würde sich die Bewegung ungebremst fortsetzen, und die bereits erwähnte Massenträgheit müsste den Astronauten mehr oder weniger sanft in die Kissen drücken. Die Stärke dieses Andrucks wäre sogar regulierbar und könnte dem Wohlfühl-Effekt angepasst werden.

Entspannen im All
Ich kann mir vorstellen, dass dadurch die Belastung auf den menschlichen Organismus etwas gemildert werden kann, da zumindest vorübergehend erdähnliche Zustände imitiert werden. Dies kann zu einem entspannteren Schlaf führen, auch eine medizinische Notfallversorgung wäre denkbar. Ein Nachteil allerdings ist für mich ebenfalls erkennbar: durch die ständige Rotation ist es für das menschliche Auge schwierig, einen optischen Fixpunkt anzupeilen; es könnte auf Dauer zu einem Drehschwindel führen, ähnlich wie die Fahrt in einem Karussell auf einem Jahrmarkt.

Es käme auf einen Versuch an.

Kollidierende Galaxien

Es gibt verschiedene Darstellungen von Galaxien, die miteinander kollidieren. Dies geschieht in einem Zeitrahmen, der so groß ist, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, die dabei entstehenden Unterschiede wahrzunehmen. Man kann aber versuchen, es in einer Simulation nachvollziehbar darzustellen.

Aber: Bitte hört damit auf, es so aussehen zu lassen, als ob die Sterne gar nicht davon betroffen wären ("Galaxien bestehen hauptsächlich aus leerem Raum").

Ebenso gut könnte man behaupten, es würde überhaupt nichts geschehen, wenn eine Kreissäge an einen Holzbalken angesetzt wird; denn beide, das Holz ebenso wie die Säge, bestehen aus Atomen, und die wiederum bestehen größtenteils aus überhaupt nichts.

Fakt ist natürlich, dass beim Sägevorgang sämtliche Atome des Holzes erhalten bleiben. Sie werden aber aus ihrem gewachsenen Verbund herausgeschleudert, Holzsplitter und -fasern fliegen herum und am Ende bleibt ein Häufchen Sägespäne zurück.

Fliehen – aber wohin?
Ebenso dürfte es sich bei der Galaxie-Kollision verhalten. Aufgrund der großen Entfernung ist es der Menschheit nicht möglich, genauere Einzelheiten der Galaxien zu erkennen; aber aufgrund ihrer schieren Größe muss man davon ausgehen, dass es abertausende von Sternen sind, die – herausgerissen aus ihrem Verbund – zu Sternenstaub zermalmt werden. Selbst wenn nur ein winziger Bruchteil dieser Sterne Planeten besitzt, und von denen wiederum ein Minimum intelligentes Leben hervorgebracht hat: so sind es dennoch unüberschaubar viele Lebewesen, die unmittelbar von dieser Katastrophe betroffen sind.

Wie mag wohl der Anblick einer solchen Kollision aus der Nähe betrachtet sein? Wir kennen von unserem Nachthimmel die Aussicht auf unsere Milchstraße, und wir sind den Anblick vorbeischießender Kometen gewöhnt. Aber eine zweite Galaxie, die mit dem Tempo und der gnadenlosen Unausweichlichkeit eines Gletschers auf uns zuströmt?! Selbst wenn es noch tausende Jahre dauern wird, bis der Planet Auswirkungen dieses Zusammenstoßes zu spüren bekommt – es bleibt doch nur noch die Hoffnungslosigkeit. Auch wenn die Zivilisation eines Planeten bereits die Raumfahrt entwickelt haben sollte – wohin kann man fliehen? Selbst unsere Science fiction geht normalerweise über die Grenzen des "uns bekannten Universums" nicht hinaus. Ein Flüchtlingstreck aller raumfahrenden Zivilisationen, die eine ganze Galaxie verlassen müssen, sprengt jede Vorstellungskraft.

Weltraum-Navigation in 4D

Ich hatte ja schon einmal ein paar Gedanken zum Thema "Weltraumreisen" geschrieben. Noch eine Ergänzung dazu:

Das Reisen im Universum beinhaltet (abgesehen von der technischen Seite) nicht nur ein Entfernungsproblem, sondern es gilt auch noch die Frage der stellaren Navigation zu klären.

Das Licht, das wir am Himmel wahrnehmen, ist – wie der Name schon sagt – mit Lichtgeschwindigkeit zu uns unterwegs gewesen; das heißt, jeder Blick in den Himmel ist ein Blick in die Vergangenheit. Unser Sonnenlicht ist bereits mehr als 8 Minuten alt, wenn es auf die Erde trifft. Das uns nächstgelegene Sternsystem Alpha Centauri ist zirka 4 Lichtjahre entfernt. Was wir sehen, ist also das Aussehen des Sterns, wie es vor 4 Jahren war. Anders ausgedrückt: Würde der Stern heute erlöschen, so würden wir das erst in 4 Jahren mitbekommen.

Wenn wir einmal annehmen, im Centauri-System gäbe es einen Planeten, der eine Umlaufzeit ähnlich unserer Erde hätte. Dieser Planet hätte demnach in dieser Zeit bereits mehr als viermal seinen Stern umrundet; hinzu kommt natürlich, dass das gesamte Sternsystem mitsamt seiner Trabanten ebenfalls seinen Weg in unserer Galaxie nimmt, ebenso wie unsere eigene Muttersonne sich fortbewegt.

Wenn wir nun also über irgendeine Art des überlichtschnellen Reisens verfügen würden, so müssten wir auch eine Möglichkeit finden, den Zielpunkt der Reise ganz exakt festzulegen, und zwar anhand von Koordinaten in einem dreidimensionalen Raster (das erklärt übrigens auch, warum es auf Raumschiffen keine Sternenkarten in Form von Atlanten geben wird; eine zweidimensionale Darstellung ist hier einfach nicht ausreichend). Dieser Zielpunkt befindet sich auch noch in ständiger Bewegung. Es ist daher ebenfalls von Bedeutung, ob die geplante Reise überhaupt Zeit beansprucht und wenn ja, wie lange. Schon für eine Reise zu unserem Mond muss man nicht dorthin zielen, wo der Mond jetzt gerade, in diesem Moment, am Himmel steht; sondern dorthin, wo er voraussichtlich am Zeitpunkt des Zusammentreffens sein wird. Für die Berechnung der Flugbahn wird unsere dreidimensionale Wahrnehmung also um eine vierte Dimension erweitert: Die Zeit.

Weltraumreisen
Unter diesen Voraussetzungen wird es kaum empfehlenswert sein, einen Ort-zu-Ort-Transport einzelner Personen zu planen. Sicherer wäre es, den Zielpunkt der Reise in die Nähe des anvisierten Planeten zu setzen und den Rest der Reise mit Hilfe eines konventionellen Raumschiffs zurückzulegen. Es wird ja sicher niemand gern in der Mitte einer Sonne oder unter der Oberfläche eines Gasriesen materialisieren wollen. Da also ein geeignetes Raumschiff für die letzte Etappe der Reise notwendig ist, wird man diese auch in einem Raumschiff beginnen. Ein solches Raumschiff, das für längere Reisen geeignet ist, das genügend Frachtkapazität hat und auch noch einigen Komfort für Passagiere bietet, besitzt die Menschheit bisher noch nicht. Es ist daher auch noch nicht zu erahnen, welcher Antrieb dafür infrage käme; und ob man beispielweise für die Reise eine gewisse Startgeschwindigkeit benötigt, quasi "Anlauf nehmen" muss. Dies aber wäre wiederum Voraussetzung für die Klärung der Frage, von wo aus die Reise beginnt. Gegebenenfalls müsste man aus Sicherheitsgründen den Startpunkt von der Erde weg, vielleicht sogar außerhalb unseres Sonnensystems verlegen, was die Reisedauer insgesamt natürlich noch einmal verlängert, nämlich um die Anreise zu diesem Startpunkt.

Um das Ganze noch zu komplizieren, gilt dasselbe in umgekehrter Reihenfolge ebenso für die Rückreise. Auch hier wäre es eine enorme Herausforderung, die exakten Zielkoordinaten unserer Heimatsonne innerhalb unserer Milchstraße festzulegen, ganz zu schweigen von der genauen Position unserer guten alten Erde; wo sie war, ist und sein wird. Eine einigermaßen nachvollziehbare Version einer solchen Berechnung wird (wieder einmal) von der Science fiction vorweggenommen: In dem Kinofilm "Star Trek – Treffen der Generationen" verwenden Captain Jean-Luc Picard und Lieutenant Commander Data eine dreidimensionale Computerdarstellung, um die Flugbahn des "Nexus" zu ermitteln.

Übrigens: Interessanterweise sieht ein Bewohner eines Planeten im Centaruri-System, der zufällig in Richtung zu uns schaut (winken Sie doch mal!), unsere Sonne von vor vier Jahren. Das ist kein Paradoxon und auch keine Zeitreise, sondern schlicht der großen Entfernung geschuldet. Es bedeutet auch keineswegs, dass wir in unsere eigene Vergangenheit zurückkehren könnten; ebenso wenig wie wir in die Vergangenheit reisen, während wir ein altes Foto betrachten.

Wer ist hier der Boss?

Wenn wir nur mal für einen Moment als gegeben voraussetzen, dass es "dort draußen" intelligentes Leben gibt; und nur mal angenommen, diese "Anderen" würden sich für uns interessieren. Dann stellt sich zwangsläufig die Frage: Mit wem können und sollten diese Wesen als erstes Kontakt aufnehmen?

Die Science fiction ist voll von den unterschiedlichsten Ansatzversuchen, diese Frage zu beantworten.

Es beginnt damit, dass es einen Unterschied macht, ob ein Besuch fremder Wesen eher zufällig "im Vorbeiflug" geschieht, oder ob man uns – womöglich schon seit Jahren oder gar seit Jahrhunderten – ganz gezielt beobachtet. Im ersteren Falle wäre es wohl tatsächlich dem Zufall überlassen, wo und mit wem ein Erstkontakt stattfindet. Dieses Szenario scheint mir das ungünstigere (für die Menschheit!) zu sein, denn man muss wohl davon ausgehen, dass ein unkoordiniertes Zusammentreffen zu Unsicherheit, zu Missverständnissen, zur Panik und letztendlich zum Chaos führen könnte. Ich hoffe, dass eine intelligente Spezies, die Interesse an uns hat, sich die Mühe machen wird, uns zunächst für einige Zeit unauffällig zu beobachten, um unser Tun und Denken verstehen zu können. Es wird sicher schwer zu begreifen sein, dass die menschliche Rasse, die sich als "Gipfel der Schöpfung" versteht, sich zwar klug genügt dünkt, das Atom zu spalten, aber nicht in der Lage ist, untereinander Frieden und den eigenen Planeten sauber zu halten.

Ist die menschliche Natur erst einmal aus der Ferne studiert, wird ein erster persönlicher Kontakt sicherlich schon aus purer Neugierde geplant werden. Sind die wirklich so ...? Zur Vorbereitung dieses Kontakts wird vermutlich bereits geklärt sein, auf welche Weise wir untereinander kommunizieren. Auch hier hat die Science fiction bereits verschiedene Ansätze zu bieten. Sehr häufig wird der Grundsatz "nach Hause telefonieren" gewählt; hier wird davon ausgegangen, dass die Aliens früher oder später in der Lage sind, unsere Sprachen zu verstehen und anzuwenden. Andere Modelle gehen davon aus, dass andere Wesen sich auf gänzlich fremdartige Art und Weise verständigen, beispielsweise durch Gedankenübertragung oder durch irgendeine, uns heute noch völlig unbekannte Methode.

Wenn wir mal davon ausgehen, dass diese Verständigungsprobleme berücksichtigt und bereits gelöst wurden, dann kommen wir zurück auf die viel wichtigere Eingangsfrage: Wer ist die Person auf unserer Erdkugel, die am ehesten infrage kommt, als Repräsentant der gesamten Menschheit zu dienen? Auch hier stets vorausgesetzt, dass die Außerirdischen durch Beobachtung und Verständnis der irdischen Politik- und Machtverhältnisse in der Lage sind, eine verantwortungsvolle und logische Entscheidung zu diesem Punkt zu treffen; außerdem natürlich vorausgesetzt, dass es die Möglichkeit gibt, Zeitpunkt und Ort eines ersten Zusammentreffens gezielt auszuwählen.  

Es muss jedem klar sein, dass die Antwort auf diese Frage enorme Auswirkungen haben wird, egal, wie sie lautet. Es ist nicht nur eine Prestigefrage; denn wer auch immer als erste Person auserwählt ist, wird auch enorme politische und historische Ausstrahlung gewinnen. Man denke in diesem Zusammenhang an den Entdecker Amerikas oder den ersten Menschen auf dem Mond. Außerdem wird die Nation, der diese Person angehört, höchstwahrscheinlich jede Art von Information – ob gewollt oder ungewollt – aus erster Hand (oder Pfote, oder wasauchimmer) bekommen und damit einen strategischen Vorsprung besitzen.

So stellt die KI sich einen Erstkontakt vor
Diesen Vorsprung zu erwerben und zu nutzen, wird wohl jede Nation der Erde für sich in Anspruch nehmen wollen. Welche dieses Rennen gewinnen soll, das liegt wohl im Auge des Betrachters. Es ist uns Menschen leider (noch) nicht gegeben, hier in globalen Zusammenhängen zu denken; vielmehr sind lokale Beweggründe ausschlaggebend, also Fragen nach nationaler Herkunft, Heimatverbundenheit und politischer Erziehung. Es wird bei einem unmittelbar bevorstehenden Erstkontakt auch wohl kaum Zeit sein, diese Fragen in einer demokratischen Abstimmung zu beantworten, also quasi die gesamte Menschheit nach ihrer Meinung zu fragen. Wie so oft, wird diese Angelegenheit wohl im kleinen Kreise eingeweihter Politiker (und vielleicht einiger Wissenschaftler) geklärt werden müssen. Zu Zeiten des Kalten Krieges hätte man wohl von über die "Roten Telefone" geführten Diskussionen gesprochen.

So traurig es ist: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird hier wohl nicht die charakterliche Eignung einer Person zum Ergebnis führen, sondern deren politische Macht und Durchsetzungsfähigkeit. In Anbetracht des Umstandes, was diese Auswahl und die daraus folgenden Konsequenzen für die Zukunft der Menschheit bedeuten würden, kann man nur das Beste hoffen.

Vielleicht wäre es doch besser, die Aliens würden sich irgendein unschuldiges kleines Kind als ersten Gesprächspartner auswählen.

Zukunftspläne

Wenn ich ein Entscheidungsträger bei der NASA, oder wenn ich Multimilliardär wäre – ich hätte eine genaue Vorstellung davon, was als nächstes zu tun wäre für die nächsten Schritte der Menschheit in Richtung Weltall.

1. Instandsetzung, Erhalt und Ausbau der Internationalen Raumstation als "Weltraumbahnhof"

Eine dauerhaft in einer Erdumlaufbahn befindliche Station ist in meinen Augen unerlässlich. Sie stellt den ersten und wichtigsten Anlaufpunkt dar und ist vergleichsweise leicht und schnell mit kleineren Raketen zu erreichen, was die Versorgung erleichtert. Wie so eine Station auch in größerer Form aussehen könnte, das hat Stanley Kubrick bereits 1968 in seinem Filmklassiker "2001: Odyssee im Weltall" eindrucksvoll gezeigt. Gern dürfen auch 2 oder 3 solcher Stationen im Orbit kreisen; Funktionelle Redundanz  ist in diesem Fall der sicherste Weg.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, aus welchem Grund die Internationale Raumstation ISS vollständig ausgemustert werden soll (es ist nach derzeitigem Stand geplant, sie kontrolliert abstürzen und größtenteils verglühen zu lassen). Sicher, einige ihrer Bestandteile sind bereits mehr als zwanzig Jahre alt; aber eben nicht alle. Die ISS wurde in einzelnen Modulen nach und nach zusammengebaut, und in derselben Weise könnte man sie auch weiterhin ergänzen, erneuern und erweitern. Der Wegfall der Space Shuttles als Lastenträger kann kein dauerhaftes Gegenargument sein, denn früher oder später wird es einen geeigneten Nachfolger dafür geben müssen. Ein regelmäßiger und sicherer Austausch von Material und Personal in beide Richtungen – weg von der Erde und zu ihr zurück – ist zwingend notwendig.

2. Herstellung einer "Raststation" auf halbem Wege

Mathematisch betrachtet ist der Lagrange-Punkt "L1" ein Gleichgewichtspunkt zwischen Erde und Mond. "Auf halbem Wege" ist natürlich nicht ganz korrekt ausgedrückt; er befindet sich näher am Mond als an der Erde. Aber es wäre eine gute Stelle, um hier so etwas wie ein "Materiallager" zu errichten, das aufgrund der sich gegenseitig aufhebenden Gravitationskräfte mit geringem Aufwand hier gehalten werden könnte. Zur Lagerung empfiehlt sich hier natürlich als Erstes und Wichtigstes Sauerstoff für die Atemluft, denn das ist erfahrungsgemäß das erste, was den Astronauten bei einem Unfall ausgehen würde. Des Weiteren käme Treibstoff infrage. Außerdem natürlich auch noch Ersatzteile und Werkzeuge der unterschiedlichsten Arten, denn auch hier hat die Erfahrung bereits gezeigt, dass man manchmal mit dem, was man zur Verfügung hat, improvisieren muss. 

Wie mag es sich anfühlen, wenn man an einem der Lagrange-Punkte ankommt? Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft sind die Punkte L1 und L2 wie der Balanceakt auf einem Gebirgsgrat. Schon geringste Abweichungen zur einen oder anderen Seite lassen eine Raumstation in den Gravitationsbereich eines der beteiligten Planeten abdriften, sodass eine ständige Überwachung und Korrektur notwendig wäre, was einen hohen Energieverbrauch bedeuten würde. Der Punkt L3 wäre ungeeignet, da er auf der Rückseite des Mondes liegt und damit erstens nicht in der Flugbahn Erde – Mond, und er zweitens ständig im Funkschatten zur Erde stünde. Die Punkte L4 und L5 hingegen wären besser geeignet, denn hier sollen stabile Verhältnisse vorherrschen. Ein Körper, der diesen Punkt nicht exakt erreicht, würde ihn immerhin umkreisen. Tatsächlich wurde an diesen Punkten bereits "eine Vielzahl von Staubwolken und Kleinkörpern" entdeckt. Es wäre also eine dringende Notwendigkeit, eine der nächsten Weltraummissionen zu einem dieser Punkte zu senden, um die wissenschaftlichen Theorien zu verifizieren und gleichzeitig einen Eindruck zu gewinnen, was dort vorzufinden ist und was davon als Rohmaterial direkt vor Ort verwendet werden kann.

3. Etablierung einer dauerhaft bewohnten Station auf dem Mond

Die Raststation bei L4 oder L5 kann natürlich auf Dauer kein Ergebnis sein, das den menschlichen Forschergeist befriedigt. Aber von hier aus wäre es deutlich leichter, den nächsten Schritt zu machen und eine Station auf der Mondoberfläche zu errichten. Auch hierzu hat die Science fiction bereits eine Vielzahl von verschiedenen Alternativen vorgegeben. Angefangen von aufblasbaren Kuppeln, die um eine Start- und Landebahn herum erstellt werden, über Gebäude aus Mondgestein, die mit einer Art großem 3D-Drucker per Computer erstellt werden, bis hin zu einer der auf dem Mond vorkommenden Höhlen, die versiegelt und mit Atemluft gefüllt zu einer riesigen Überlebensblase wird. Auch das Vorhandensein von Wasser in Form von Eis wäre eine wichtige Voraussetzung für die dauerhafte Besiedelung. Solches wird vermutet entweder in tiefen Mondkratern, wohin kein Sonnenstrahl gelangt und wo die Temperaturen dauerhaft unter dem Gefrierpunkt liegen; oder an Einschlagstellen von Eis-Asteroiden.

4. Erforschung und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen auf dem Mond, Bau einer Werft

Ist der erste Schritt erst einmal getan, dann würden die Menschen, die sich häuslich auf dem Mond eingerichtet haben, natürlich auch sofort mit den ihnen zugewiesenen Arbeiten beginnen. Dabei wären wohl in erster Linie Forscher und Wissenschaftler zu nennen, die ihre neue Umwelt untersuchen und die für die dauerhafte Sicherheit und Überlebensfähigkeit der kleinen Kolonie sorgen müssen. Gleichzeitig wird es aber eine gewisse Anzahl von Menschen geben, die sich um die einfachsten Routineangelegenheiten des täglichen Lebens kümmern. Man kennt das: jedes Schiff auf unseren Weltmeeren benötigt einen Smutje, der sich um das leibliche Wohl der Mannschaft kümmert ("Ohne Mampf kein Kampf"), und einen gut ausgebildeten Mechaniker, der jederzeit die Schiffstechnik im Auge behält. In unserer gleichberechtigten Zivilisation sind selbstverständlich Männer und Frauen gleichermaßen beteiligt, und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die ersten mondgeborenen Kinder auf der Bildfläche erscheinen und umsorgt werden wollen. Kindergärten und Schulen werden notwendig, aber auch immer mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung werden angeboten. Die begrenzten Räumlichkeiten platzen schnell aus allen Nähten, es wird ständig angebaut und erweitert. Ein reger, gleichmäßiger Austausch zwischen Erde und Mond wird in Gang gesetzt. Anfangs wird es vor allem um eine Grundversorgung von der Erde zum Mond gehen, aber mit zunehmendem Erfolg werden irgendwann auch erste Produkte (oder neue Rohstoffe) in der Gegenrichtung transportiert werden.

5. Weiterreise zum Mars, Bau einer weiteren Station dort

Nachdem nun Menschen sowohl auf der Erde als auch auf dem Mond dauerhaft leben, könnte man meinen: Ua Lava – es ist genug. Doch das widerstrebt der menschlichen Natur. Es liegt uns anscheinend in den Genen, immer nach Neuem zu streben. Außerdem würden die angewachsenen Ressourcen zu einem natürlichen Anstieg der allgemeinen Bevölkerungszahlen führen – auch das ist uns vorbestimmt. Es kann daher sicherlich nicht schaden, wenn vorhandene oder neu entstehende ethnische Gruppen jeder Art und politischer Couleur Mittel und Wege finden, sich selbstbestimmt und frei entfalten zu können. Daher ist es eine logische Schlussfolgerung, dass die nächsten Schritte in Richtung unseres Nachbarplaneten Mars führen werden. Zum einen werden auch dort weitere Rohstoffe zu finden sein; zum anderen besitzt der Mars schon jetzt eine – wenn auch rudimentäre – Atmosphäre, daher ist es denkbar, dass es künftigen Generationen gelingen wird, den gesamten Planeten zu terraformen, was eine weitere Besiedelung natürlich erleichtern und die Ausbreitung menschlichen Lebens noch mehr befeuern würde.

6. Erforschung und Ausbeutung des Asteroidengürtels

So stellt sich die KI einen Asteroidenbergbau vor
Vom Mars aus ist es ein vergleichsweise kurzer Weg zum Asteroidengürtel. Hier ist zwar kein für den Menschen geeigneter Lebensraum zu erwarten; dafür aber eine gewaltige Menge an weiteren bekannten oder auch noch unerforschten Rohstoffen, die nur darauf warten, abgebaut und genutzt zu werden. Außerdem könnte hier ganz nebenbei auch noch erforscht werden, warum und auf welche Weise einzelne Objekte aus dem Asteroidengürtel ausscheren und zu einer Bedrohung der inneren Planeten werden. Dabei könnte die Gefahr eines Meteoriteneinschlags auf einem der bewohnten Planeten minimiert, wenn nicht sogar verhindert werden. 

Es ist auch nicht ganz auszuschließen, dass bei der Erforschung und Besiedelung unseres Sonnensystems früher oder später echte und unbezweifelbare Spuren eines Besuchs von Wesen aus anderen Welten gefunden werden. Dies könnten entweder zurückgelassene Artefakte oder "Weltraummüll" sein; oder aber wir finden tatsächlich Informationen, die ganz bewusst und gewollt zurückgelassen wurden, damit wir sie eines Tages finden, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Auch dieses Szenario hat die Science fiction ja längst und in verschiedenen Formen verarbeitet.

Das Schlüsselwort in diesem Beitrag lautet "Rohstoffe". Neue Materialien, neue Produkte, neue Märkte. Renditen ohne Ende! Gigantische Umsätze! Investiert, Leute! Investiert!!! Hört endlich auf, euch gegenseitig mit Bomben und Raketen zu bewerfen, und macht etwas Vernünftiges aus eurem Reichtum.

Wege durch Zeit und Raum

In einem früheren Artikel  hatte ich schon einmal über Entfernungen im All geschrieben. Hier noch ein paar Gedanken dazu.

Collage: Bogenschießen, Biathlon, Golf
Es gibt viele Sportarten, die etwas mit der Überwindung von gewissen Strecken zu tun haben. In der Bildcollage sind beispielsweise nur drei davon erwähnt. Ob man mit Pfeil und Bogen oder mit einem Luftgewehr eine Zielscheibe anvisiert, oder ob man versucht, einen Golfball zu putten; immer geht es darum, dies über eine gewisse Entfernung hinweg möglichst zielgenau zu tun. Man kennt dies aus den einschlägigen Sportsendungen im Fernsehen: für den Zuschauer interessant sind nur der Start und das Ziel, der Weg dazwischen wird in der Regel „ausgeblendet“ – es sei denn, es geschehen irgendwelche spektakulären Zwischenfälle. 

Um bei dem Beispiel zu bleiben, könnte man sich vor allem im Falle des Golfspiels durchaus vorstellen, dass es zwischen dem Abschlag und dem Moment, in dem der Ball ins Loch rollt, einige Verzögerungen gibt. Der Ball könnte in einen Sandbunker geraten oder in hohem Gras vorübergehend verlorengehen; der Spieler könnte eine Pause einlegen, um mit einem Mitspieler ein kleines Schwätzchen zu halten; oder die gesamte Spielpartie könnte durch einen plötzlichen Regenschauer unterbrochen werden. All dies hat auf den Spielverlauf am Ende keinen Einfluss, und niemanden interessiert es. 

Dies führt mich zu der gedanklichen Analogie zu einer Reise im Hyperraum: Nur der Beginn und das erfolgreiche Ende solch einer Reise sind für die Passagiere eines Raumschiffs von Interesse. Die dazwischenliegende Zeit ist ebenso uninteressant wie die Fahrt in einer U-Bahn durch einen unbeleuchteten Tunnel. Wie bei den genannten Sportarten ist es nur für einen Beobachter unmittelbar vor Ort möglich, das gesamte Geschehen in seinem vollständigen Zeitablauf zu verfolgen, einschließlich aller vielleicht notwendigen Unterbrechungen oder Zwischenfälle. Im Falle der Weltraumreise wiederum müsste dieser Beobachter nahezu gottgleich sein, denn die Wahrnehmungsmöglichkeiten von uns Menschen sind nun einmal begrenzt auf das uns bekannte Universum mit seinen Gesetzmäßigkeiten. 

Der Autor Issac Asimov hat bereits 1945 diesen Gedanken aufgegriffen. In der Kurzgeschichte „Flucht“ („Escape“ ) beschreibt er den Testflug eines Raumschiffs, das von einem Roboter gesteuert wird (heute würde man von einer „künstlichen Intelligenz“ – KI – sprechen). Der Flug scheitert beinahe, weil der Roboter erkennt, dass die an Bord befindlichen Menschen anscheinend sterben müssen. 

Hier wird also bereits dargestellt, dass der Mensch aufgrund seiner begrenzten Möglichkeiten nicht ohne weiteres in der Lage ist oder sein wird, Weltraumreisen zu unternehmen.

Aber das scheint mir ein geringeres Hindernis zu sein, als man vielleicht glauben sollte. Denn der Mensch kann auch nicht fliegen, und dennoch reist er von Kontinent zu Kontinent. Er kann auch nicht lange ohne Luft zum Atmen überleben, und dennoch tauchen U-Boote lange Zeit und in großen Tiefen der Meere. Und nicht zuletzt hat der Mensch auch den Mond bereits erreicht. Es scheint also nicht ausgeschlossen, dass auch die großen Entfernungen im Weltall eines Tages überbrückt werden können; mit Hilfe einer Technologie, die wir heute noch nicht kennen. Es mag im ersten Moment beängstigend klingen, dass wir dieser Technologie vollständig vertrauen werden müssen; aber im Grunde ist es schon heute nicht viel anders, wenn ich mich in ein Flugzeug setze. Ist es erst einmal gestartet, habe ich keine Chance mehr, den Flug zu beeinflussen, selbst wenn ich eine Ahnung davon hätte. Und in der Kanzel wird bald nach dem Start der „Autopilot“ eingeschaltet, mit dessen Hilfe der gesamte Flug, die Technik des Flugzeugs und der Luftraum drumherum auf eine Weise überwacht wird, welche die Möglichkeiten der Piloten bereits übersteigt. Es scheint mir also nicht so weit hergeholt, dies zu übertragen auf eine Reise zwischen den Sternen. 

Nur die dafür notwenige Technologie muss eben erst noch erfunden werden.


Die Windkraft und das Wetter

In Schleswig-Holstein wird der Ausbau von Windkraftanlagen politisch bevorzugt  mit der Begründung, man habe hier ja stets genügend Wind zur Verfügung. Außerdem sei in Nord- und Ostsee reichlich Raum vorhanden für den Bau von „Offshore“-Anlagen. Die Auswirkungen auf die Meeresflora und -fauna sind „Gegenstand der Forschung“; im Klartext heißt das, sie werden begleitend untersucht, während das Projekt bereits im Gange ist. Sollten sich langfristig negative Folgen bemerkbar machen, wird es entsprechend schwierig werden, diese in den Griff zu bekommen. Mitgegangen – mitgefangen. Solange es noch einzelne Windräder waren – vielleicht auch zwei, drei oder sogar zehn –, machte es global betrachtet keinen Unterschied. Inzwischen aber stehen die Windräder zu tausenden an den Küsten. (Quelle: schleswig-holstein.de [Archivversion]) 

Windräder an der Nordseeküste
Ein wichtiger Aspekt blieb aber anscheinend bisher völlig unberücksichtigt. Aus der Schule kennt wohl jeder den Energieerhaltungssatz „Energie kann zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden; es ist jedoch nicht möglich, Energie zu erzeugen oder zu vernichten.“  Es ist also ganz offenkundig, dass die Windenergie nicht einfach so „gewonnen“, sondern dass sie dem Wind entzogen wurde. Es gibt eine Studie, die besagt, dass man mit Hilfe größerer Windkraftanlagen die Gefahr von Hurricans und Sturmfluten verringern könnte. Was hier als ein Vorteil für die Bewohner der US-amerikanischen Küsten dargestellt wird, zeigt sich vermutlich in der Praxis bereits in anderer Form an der deutschen Nordseeküste.

Jeden Abend in der TV-Tagesschau wird uns eine Wetterkarte präsentiert; und als Norddeutscher ist man daran gewöhnt, bei dieser Karte (vor allem in den Sommermonaten) auf den linken oberen Bildrand zu achten. Von dorther, von den britischen Inseln ziehen die Tiefs zu uns herüber  und in Richtung Osten, die uns den klassischen verregneten Sommer bescheren, wie ihn einst Rudi Carrell besang. Was aber, wenn es genau diese Tiefdruckgebiete sind, die nun von den Windanlagen in der Nordsee geradezu ausgebremst werden?! Die Folge wäre: die vom Golfstrom nach Europa herangeführten, mild-feuchten Luftmassen würden das deutsche Festland kaum noch erreichen, sie würden über der Nordsee abregnen (wo es kaum jemand bemerkt). Stattdessen dringt immer mehr trockene, warme Luft aus dem Süden bis nach Norddeutschland vor, was sich hier vor allem dadurch bemerkbar macht, dass Autos buchstäblich über Nacht immer wieder mit einer dicken Staubschicht  bedeckt sind. 

Es ist also zu befürchten, dass wir unseren angeblich so kostengünstigen „grünen Strom“ durch Inkaufnahme einer klimatischen Veränderung teuer bezahlen.

1984 ist überall

Da ich hier meine persönliche Meinung kundtue, kann ich es mir leisten zu behaupten: Die zwischenmenschlichen Probleme, die sich heutzutage in unserer Gesellschaft ausbreiten, sind durch die Vermischung von Telefon und Internet entstanden. Oder anders ausgedrückt: meiner Ansicht nach hat das Internet auf einem Mobiltelefon nichts zu suchen.

Als die ersten Mobiltelefone (im deutschen Sprachraum häufig fälschlich anglisierend als „Handy“ bezeichnet) in den 1980er Jahren aufkamen, wurden sie noch gefeiert als eine Möglichkeit, in Notfällen stets erreichbar zu sein bzw. Hilfe anfordern zu können. Dies führte in der Folge dazu, dass der Begriff „Notfall“ immer mehr aufgeweicht wurde, so dass die ständige Erreichbarkeit sich vom Segen zum Fluch wandelte. Als gegen Ende der 1990er Jahre dann die Möglichkeit der Nutzung eines „mobilen Internets“ hinzukam, war es um die persönliche Ruhe geschehen. Seitdem leiden Menschen unter der Furcht, sie könnten jetzt, in diesem Moment, gerade irgendetwas Wichtiges verpassen – wobei die Definition von „Wichtig“ durchaus unterschiedlich ist. War es ursprünglich der Handwerker, der bei Tag oder Nacht von seinem Chef zu einem technischen Notfall gerufen wurde; so ist es heute ein Foto des Enkelkindes, das sein erstes Eis verzehrt. Und im letzteren Falle kommt leider noch hinzu, dass das Mobiltelefon der Großeltern häufig ein Geschenk der Kinder ist, die ihnen das Gerät voll eingerichtet zur Verfügung stellen („Schaut mal, so können wir euch immer Fotos zuschicken!“), ohne sie dabei ausreichend über die Funktionen – und Risiken – zu informieren. So kommt es dazu, dass man von Senioren den Satz hören kann: „Ich hab auf dem Telefon gar kein Internet, ich mach nur so ‘n bisschen wazzÄpp.“ 

Ohne Handy
Das Hin- und Hersenden von kurzen Textnachrichten ist auch so eine Unsitte geworden. Angefangen hat es mit den „Short Message Services“, kurz SMS genannt. Anfangs war der Name Programm, die Nachrichtenlänge auf 160 Zeichen reinen Text begrenzt. Da für jede einzelne Nachricht eine Gebühr fällig wurde, hielt sich auch die Anzahl der Sendungen in Grenzen. Im Zeitalter der „Flatrate“ sind diese Beschränkungen hinfällig geworden; Nachrichten ufern zu ganzen Romanen aus, oder sie kehren sich ins Gegenteil und bestehen nur noch aus einer Abfolge von „Smileys“, deren tieferer Sinn sich dem Empfänger kaum noch erschließt. 

Durch diese ständige Reizüberflutung ist dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Wer in ständigem Kontakt ist, lässt bald auch die einfachsten Regeln der Höflichkeit wie Anrede oder Grußformel außer Acht. Nur dadurch können plumpe Enkeltricks  heutzutage funktionieren: „Hallo, ich hab eine neue Telefonnummer, bitte speichern“. Da sollte man sich doch erstmal fragen: Wer schreibt denn da, wer ist das? Da aber die Zahl der infrage kommenden Menschen in der Regel eher begrenzt ist, wird automatisch – und fälschlicherweise – darauf geschlossen, „Das muss XY sein“. Und schon ist der Schaden eingetreten, eine völlig unbekannte Person wird in den engeren Kreis einbezogen. Bereits ein ganz einfaches Telefonat hätte den Missbrauch schnell aufgeklärt. Einfach zu bedienende, übersichtliche Schutzfunktionen, die auf PC und Laptop ihren Dienst verrichten, sind auf dem Smartphone nutzlos oder gar nicht erst vorhanden. 

Daher lautet mein Fazit: Das Mobiltelefon sollte ausschließlich für Telefongespräche genutzt werden, dafür wurde es erfunden. Für Datenübermittlung (Text oder Bild) sollte hingegen ein PC, Laptop oder Tablet-PC genutzt werden, unter Nutzung aller zur Verfügung stehenden Sicherheits- und Verwaltungsprogramme. Telefonische Erreichbarkeit (in Notfällen!) ist unbestritten eine gute Sache; eine ganze Reihe von Informationen sind aber keineswegs so dringend oder eilig, wie es den Anschein hat.

Projekt „Wilder Wald“

Der jährlich erstellte Waldzustandsbericht  der Bundesregierung wiederholt gebetsmühlenartig fast in jedem Jahr die Zusammenfassung: dem deutschen Wald geht es schlecht. Gesehen, gelesen, abgeheftet. Zurück zur Tagesordnung. – Auf der anderen Seite sehe ich Tag für Tag, dass vorhandene  Bepflanzung weichen muss für Neubauten, Instandsetzungen oder einfach nur gärtnerische Veränderungen. Wie schade, dass niemand mehr Verwendung hat für kerngesunde, aber überzählige Büsche und Bäume.

Hier setzt mein Gedanke an: Wie wäre es denn mit einer Art Gnadenhof für Pflanzen?!

Ich stelle mir dabei folgendes vor: Man nehme zunächst einmal ein freies Grundstück, vielleicht für den Anfang ungefähr von der Größe eines Fußballfeldes. Es muss nicht besonders „schön“ sein, nicht einmal ebenerdig. Auch vorhandener Wildbewuchs ist erstmal kein Problem. 

Auf diesem Grundstück werden nun erst einmal Rundwege angelegt, so dass man einigermaßen trockenen Fußes überall hinkommt. Diese Wege können in schlichtester Weise mit einer wassergebundenen Decke versehen sein; das Hauptziel dabei ist, dass man zumindest in der Anfangsphase nicht in schlammigem Boden versinkt. Damit wäre die Hauptarbeit bereits erledigt.

Waldgebiet
Nun stellt man das vorbereitete Gelände der Öffentlichkeit zur Verfügung. Jedem Menschen wird es freigestellt, aus eigenem Besitz vorhandene Pflanzen, die noch völlig gesund sind, für die man aber keine Verwendung mehr hat, hierherzubringen und sie an geeigneter Stelle einzupflanzen.  
Was dabei geschieht, mag zuerst einmal als totales Chaos erscheinen. Die unterschiedlichsten Pflanzenarten werden durcheinandergeraten. Das eine oder andere wird hier nicht überleben können. Für einige Pflanzen sind die klimatischen Bedingungen oder der vorhandene Boden nicht geeignet. Andere Pflanzen konkurrieren gegenseitig um den Lebensraum. Aber nach einiger Zeit wird sich der gewünschte Effekt bemerkbar machen: Die stärksten und gesündesten Pflanzen überleben und breiten sich aus. Bäume wachsen und bilden einen Mischwald, der im großen und ganzen sich selbst überlassen bleiben kann, oder eine Streuobstwiese. Kleinere Klimazonen entstehen, die wiederum die Ansiedlung von Wildpflanzen, aber auch von Amphibien und Insekten unterstützen. Vielleicht „spendet“ jemand eine gewisse Restmenge Kies; in irgendeiner Ecke des Grundstücks entsteht daraus eine Sanddüne, in der sich eine ganz besondere Flora und Fauna ansiedeln kann. An anderer Stelle sammelt sich Oberflächenwasser und bildet einen Teich, der für die nötige Bodenfeuchtigkeit sorgt. Grössere Kieselsteine, von den Landwirten der Umgebung auf ihren Ackerflächen eingesammelt und hier aufgeschichtet, ergeben einen idealen Lebensraum für einheimische Arten wie Erdkröten oder Kreuzottern. Die Wege, die zu Beginn nur die Erreichbarkeit aller Flächen sicherstellen sollten, werden bald zu beliebten Wanderwegen, das ganze Gebiet mausert sich zu einem Erholungsgebiet für Mensch und Natur. Informationstafeln an den Zugängen erklären die verschiedenen Bereiche, idealerweise beschreiben sie auch die eine oder andere Pflanzenart. Auf natürliche Art entstehende Verluste werden dadurch ausgeglichen, dass die Bevölkerung auch weiterhin und dauerhaft berechtigt ist, ja sogar  dazu ermuntert wird, eigene Pflanzen beizusteuern.

Die hauptsächlichen Kosten für ein derartiges Projekt entstehen natürlich bei der Anschaffung des eigentlichen Grundstücks. Aufgrund der besonderen Wichtigkeit gegenüber Mensch und Natur sollte so etwas aber mit Hilfe öffentlicher Fördergelder (oder Spenden) umsetzbar sein. Die Urbarmachung und die Vorbereitung der Wege könnte man beispielsweise als örtliches Schulprojekt ansetzen oder als Fördermaßnahme der staatlichen Eingliederungshilfe anerkennen lassen. Eine Umzäunung des Geländes halte ich nicht für notwendig; der Zuzug von Wildtieren ist durchaus erwünscht, und ein gewisses Maß an Verbiss muss als normaler Schwund betrachtet werden. Außerdem dienen die Pflanzen auf diese Weise auch als natürliche Nahrungsquelle und reduzieren die Verluste auf den umliegenden bewirtschafteten Ackerflächen. Leider wird es notwendig sein, an den Zugängen und Wegen einige Müllbehälter aufzustellen und diese regelmässig zu entleeren; dies zählt jedoch ebenso wie in den Wohnorten zu den Aufgaben der Kommunalverwaltung und könnte sozusagen mit erledigt werden.

Eine durchaus ähnliche Idee verfolgte übrigens bereits Andreas Gayk, der nach dem Zweiten Weltkrieg Oberbürgermeister der Stadt Kiel war und maßgeblich zu ihrem Wiederaufbau beitrug. Die nach seiner Idee bepflanzten Trümmerflächen werden noch heute liebevoll als „Gayk-Wäldchen“  bezeichnet.

Darwin vs. Inzucht

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV) hat im November 2022 eine Presseerklärung  herausgegeben, in der auf die Gefahr hingewiesen wird, dass die räumliche Trennung durch Autobahnen, Siedlungen und Bahnlinien zu Inzucht und Missbildungen beim heimischen Rotwild führen kann, da sich die Populationen nicht mehr genetisch austauschen können.

Andererseits ist nachzulesen, dass die Ausbildung von Isolationsmechanismen wesentlich sei für den Vorgang der Artbildung im Sinne des Charles Darwin. Bei den nach ihm benannten Darwinfinken wird angenommen, die Gründerpopulation könne möglicherweise aus nur einem einzigen trächtigen Weibchen hervorgegangen sein. 

Was also könnte bzw. würde geschehen, wenn die durch den Menschen hervorgerufene Isolation beim Rotwild dauerhaft aufrechterhalten werden würde? 

Rehwild vor einem Wald
Der LJV warnt vor genetischer Verarmung und daraus resultierenden Missbildungen bei den Wildtieren. Dies müsste wiederum im Falle des Darwinfinken in noch erheblich größerem Maße aufgetreten sein. In der Natur sind missgebildete Individuen nicht lange überlebensfähig. Ebenso wie kranke oder verletzte Tiere werden sie innerhalb kürzester Zeit den Beutegreifern zum Opfer fallen – oder schlicht verhungern und verdursten, wenn eine Nahrungsaufnahme nicht möglich ist. Sie scheiden damit also auf natürliche Weise aus dem Genpool aus.  Es ist aber auch denkbar – und beim Darwinfinken ja auch erwiesen –, dass sich langfristig eine Veränderung in den Genen auch mal als Verbesserung erweist und sich damit durchsetzt. In diesem Falle wäre es sogar von Vorteil, wenn die Anzahl der infrage kommenden Individuen eher klein bleibt, damit diese genetische Veränderung innerhalb der Population auch möglichst oft weitergegeben wird. Wenn sich die Veränderung als echter evolutionärer Vorteil erweist, wird die Anzahl der Tiere, die diese Erbinformation in sich tragen, schnell von selbst erhöhen.

"Gebt uns Raum!"

Seit Anbeginn der Menschheit ist es ein Grundbedürfnis, vorwärts zu streben. Bereits die ersten, frühen Menschen waren offenbar begierig zu wissen, was es hinter dem Horizont zu entdecken gibt. Die Gründe für diese Neugierde können vielfältig sein. Sei es, dass am bisherigen Ort die Lebensmittelressourcen knapp wurden; sei es, dass es innerhalb einer Gruppe zu Unstimmigkeiten und Reibereien kam; oder vielleicht gab es eine Naturkatastrophe, bei der die Überlebenden zu einer räumlichen Veränderung gezwungen wurden. Jedenfalls gab es immer wieder mehr oder weniger kleine Gruppen, die das Abenteuer wagten und – buchstäblich – zu neuen Ufern aufbrachen. In früheren, unsicheren Zeiten wird diese Reise ins Ungewisse in jedem Fall eine Reise ohne Wiederkehr gewesen sein, denn es gab ja nichts, was ein Gefühl von „Heimat“ oder „Sehnsucht nach alten Zeiten“ hätte hervorrufen können. Als Jäger und Sammler auf ewiger Wanderschaft, war für diese Menschen ein Ort so gut wie der andere.

Nun aber war – wenn man den Archäologen Glauben schenken darf – die Erde in diesen frühen Tagen noch ein unbeschriebenes Blatt Papier. Ausgehend vom afrikanischen Kontinent machten sich die Menschen auf den Weg, neue Gegenden zu entdecken und neue Zivilisationen zu gründen. Egal, in welche Richtung man sich wandte: es gab überall neue Jagdgründe zu erobern. Viele dieser ersten Expeditionen ins Ungewisse werden gescheitert sein, da man weder über Flora und Fauna des neuen Ortes informiert sein konnte noch über die klimatischen Verhältnisse, die dort zu erwarten waren. Plötzlich auftretende Trockenzeiten oder langanhaltende, harte Winter, ohne dass man die nötige Zeit oder Erfahrung gehabt hätte, die zum Überleben notwendigen Vorräte anzulegen, werden häufig für ein sang- und klangloses Erlöschen einer Siedlung gesorgt haben. Aber früher oder später werden nachfolgende Generationen erneute Besiedelungsversuche wagen, und die werden es durch hinzugewonnenes Wissen oder einfach nur durch Glück irgendwann schaffen. Bis eines Tages die neue entstandene Gruppe erneut so angewachsen ist, dass ein weiteres Mal das Reisefieber ausbricht; oder eine weitere, unerwartete Katastrophe trifft die Menschen.

Jedenfalls gab es in jenen „glücklichen Tagen“ noch Platz im Überfluss. Jederzeit konnten wagemutige Abenteurer oder Entdecker ihre Koffer packen und sich auf den Weg machen in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Wie lange mag es wohl gedauert haben, bis der erste Mensch während einer solchen Reise das schockierende Erlebnis hatte, auf andere Menschen zu treffen? Menschen, die den vermeintlich „neuen“ Ort längst als ihre eigene Heimat besiedelt haben – die also quasi „von der anderen Seite her“ (?) gekommen sind? Ähnliche Zusammentreffen werden in heutiger Zeit angenommen zwischen den Neandertalern und dem modernen Homo Sapiens – wobei die Frage noch offen ist, wie es überhaupt zur Entstehung dieser beiden unterschiedlichen Arten kommen konnte. Man geht aber davon aus, dass beide Arten eine Zeitlang nebeneinander existiert haben, bevor der Neandertaler völlig verdrängt wurde und ausstarb.

In späteren Zeiten der Menschheitsgeschichte kam es immer wieder zu größeren Migrationswellen. Man denke dabei an die Völkerwanderung im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung. Ein anderes Beispiel sind die Einwanderungswellen in Richtung des amerikanischen Kontinents.  In beiden Fällen handelt es sich um große Menschenströme, die sich in Richtung von Gegenden bewegen, in denen es bereits eine menschliche Besiedelung gibt. Das muss naturgemäß zu Auseinandersetzungen führen. Zunächst wird der zur Verfügung stehende Raum immer knapper, dann die erforderlichen Ressourcen. Im Beispiel Amerikas ist bis heute bekannt, was diese Auseinandersetzungen für die indigene Urbevölkerung bedeuteten. Der „Wilde Westen“ war das verheißungsvolle neue Land; wer zuerst kam, konnte seinen Stecken in die Erde pflanzen und alles um ihn herum als sein Eigentum bezeichnen.

Bildcollage unter Verwendung eines Aquarells von Alfred Jacob Miller, Wikimedia Commons
Nun aber ist es in der heutigen Zeit so, dass es nirgendwo auf der Welt mehr leeren Raum gibt, den man als erster beanspruchen könnte. Wohin man sich auch wendet: es sind bereits Menschen dort. Allerdings heißt das nicht, dass die Migration zum Stillstand gekommen wäre. Im Gegenteil: in unseren Tagen sind mehr Menschen unterwegs als je zuvor. Sie sind auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut oder politischer Verfolgung. Die Frage stellt sich: Wo können / sollen diese Menschen hin? Wo können sie eine neue Heimat finden, ohne dass die dort bereits lebenden Menschen dadurch Einbußen hinnehmen müssen?

Die naheliegende Antwort könnte so einfach sein, wenn die Menschheit nur ein klein wenig mehr technischen Fortschritt vorzuweisen hätte. Wenn der Platz auf der Erde nicht mehr ausreicht, dann müssen wir eben hinaus ins All!

Im November 2022 ging die Nachricht durch den Pressewald, die Menschheit habe die Zahl von acht Milliarden überschritten. Es ist abzusehen, dass eines Tages die auf der Erde produzierte Nahrung nicht mehr ausreicht; schon heute müssen Millionen Menschen hungern. Auch die Abgas- und Abfallmenge übersteigt an viele Orten längst das Zumutbare. Da es auf der Erde aber keinen freien Raum mehr gibt, bleibt nur der Schritt nach draußen. Alles, was wir noch dafür benötigen, sind ausreichend sichere und bezahlbare Raketen, die den Transport größerer Menschengruppen und ihrer Habseligkeiten ermöglichen.

In der Pionierzeit des 19. Jahrhunderts sind ganze Familien in Richtung „Wilder Westen“ gezogen, in ein unbekanntes Land voller Gefahren, nur ausgerüstet mit einem Planwagen voller Haushaltsgegenstände – oder mit noch weniger. Der Kontakt zu den Angehörigen konnte nicht weiter aufrechterhalten werden; Post, Telefon oder andere Kommunikationsmittel gab es noch nicht. Es war eine Reise ins Ungewisse, und oft eine Reise ohne Wiederkehr.

Demgegenüber wären die ersten Bewohner einer Mondsiedlung deutlich im Vorteil. Sie wären von Anfang an mit allem Notwendigen ausgestattet, die technischen Hilfsmittel wären besser und eine Verbindung zur Alten Welt könnte vergleichsweise leicht aufrechterhalten werden. 

Der Haken an der Sache ist leicht erkennbar: Die amerikanischen Siedler befanden sich stets auf sicherem Erdboden und damit auf vertrautem Terrain. Überall, wo sie hinkamen, war Luft und Wasser in ausreichendem Masse vorhanden oder zu finden. Dagegen müssen Mondsiedler ihre Lebensumgebung mitbringen bzw. neu aufbauen. Allerdings steckt darin gleichzeitig auch eine enorme Chance, denn der Mond ist, soweit wir heute wissen, voller wertvoller Grundstoffe. Alles, was für eine leistungsfähige Industrie erforderlich ist, ist dort zu finden, und einige Rohstoffe könnten als Handelsware genutzt werden. Die ersten Siedler auf dem Mond werden es nicht leicht haben, das ist sicher. Aber sie haben – ebenso wie die amerikanischen Siedler – eine glorreiche Zukunft vor sich. 

Würde die NASA heute dazu aufrufen, man möge sich freiwillig melden für die Gründung einer ersten Mondbasis: man könnte sich vermutlich vor dem Ansturm von Interessenten kaum retten.

Weltraumreisen

So sehr auch die menschliche Neugierde dazu reizt, andere Planeten und „unentdeckte Welten“ zu besuchen, so bleibt doch unbestritten das größte Problem dabei die unfassbar große Entfernung. Nach dem heutigen Stand unserer Technik dauert es mehrere Tage, auch nur unseren eigenen Trabanten – den Mond – zu erreichen. Zum Nachbarplaneten Mars dauert die Reise bereits einige Monate; darüber hinaus entsprechend immer länger. Sobald wir aber unser eigenes Sonnensystem verlassen wollen, werden die Entfernungen zu anderen Sternen so groß, dass der Durchschnittsmensch kaum noch in der Lage ist sie zu verstehen. Wie also – mag man sich fragen – soll es möglich sein, eine solche Entfernung innerhalb eines Menschenalters zu überwinden?

Abstände zwischen den Sternen werden üblicherweise in Lichtjahren gemessen. Als Lichtjahr wird die Zeit bezeichnet, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Die Lichtgeschwindigkeit liegt bei rund 300.000 km pro Sekunde. Auf ein Jahr hochgerechnet kommt man damit auf eine Entfernung von rund 9,46 Billionen Kilometern.  Unserer Sonne am nächsten gelegen ist das Doppelsternsystem Alpha Centauri, nach heutigem Wissensstand etwa 4,2 Lichtjahre von uns entfernt; das entspricht demnach einer kaum vorstellbaren Entfernung von rund 40 Billionen Kilometern.

Anders ausgedrückt: Selbst dann, wenn die Menschheit einen Weg fände, mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen (wovon wir selbst in der Theorie noch weit entfernt sind), würde schon die Reise zu unserem nächsten Nachbarn mehr als 4 Jahre dauern – noch gar nicht mitgerechnet die Zeit für die Beschleunigung zu Beginn und das Abbremsen am Ende der Reise. Und das, obwohl wir noch einmal genau wissen, ob eine Reise nach Alpha Centauri überhaupt lohnenswert wäre oder ob wir womöglich eine noch weitere Reise auf uns nehmen müssten, um irgendetwas zu finden, was die Mühe wert wäre. Alpha Centauri wäre einfach nur zunächst einmal der nächstgelegene Zielpunkt nach einer langen Reise durch unendliche Leere, eine erste Oase in einer gigantischen Wüste.

Um das Zeitproblem zu lösen, gab es in der Science-Fiction seit jeher verschiedene, mehr oder weniger fantasievolle Ideen. Eine beliebte und weitverbreitete Idee ist dabei der Hyperraum; ein Raum, in dem die uns bekannten Gesetze der Physik, von Zeit und Raum nicht gelten. In der beliebten US-amerikanischen Fernsehserie „Star Trek“ wurde dieser Raum erreicht durch ein Beschleunigen des Raumschiffs auf „Warpgeschwindigkeit“. Ein anderes Beispiel ist die ebenfalls US-amerikanische TV-Serie „Stargate“. Hier werden die solaren Entfernungen überbrückt mit Hilfe von Sternentoren, die eine Art Tunnel durch den Hyperraum miteinander verbindet und durch die man von Planet A nach Planet B reisen kann.

Eine Strecke von A nach B – und die Abkürzung
Beiden Beispielen ist gemeinsam, dass es eines für uns neuartigen, bisher unbekannten Mediums bedarf, um die weiten Reisen zu ermöglichen. Erklärbar wird dies anhand eines einfachen Beispiels: Man denke sich ein einfaches Blatt Papier. Auf dieses Papier setzt man in entgegengesetzten Ecken je einen Tropfen Zuckerlösung. Nun soll eine Ameise von dem Tropfen A zum Tropfen B gelangen. Sie muss dazu über das gesamte Blatt Papier laufen, dabei darf sie die Richtung nicht „aus den Augen“ verlieren. Wenn man nun aber dasselbe Stück Papier vorher faltet, so dass die Punkte A und B übereinander zu liegen kommen, so muss dieselbe Ameise überhaupt keine Strecke zurücklegen, sie braucht lediglich ihre Fühler auszustrecken. 

Um von diesem Gedankenmodell zurück zum Hyperraum zu kommen: sollte es jemals möglich sein, solch einen Raum zu finden und durchreisen zu können, so gibt es keinen Grund dafür anzunehmen, dass eine derartige Reise irgendeinen spür- oder messbaren Zeitraum benötigt. Falls es hierfür genau definierter Ein- und Austrittspunkte bedürfte (Wurmlöcher?), so wäre auch hier lediglich die Zeit für die An- und Abreise vom jeweiligen Planeten als Reisezeit zu verbuchen. Die eigentliche Verweildauer im Hyperraum dürfte kaum messbar sein, denn sie unterliegt ja nicht unseren Vorstellungen von Zeit und Raum.  

Allerdings liegt hier auch das Problem in diesem Gedankenmodell: wenn im Hyperraum unsere Gesetze und Vorstellungen unserer Umwelt – und damit unserer eigenen Existenz – nicht gelten, dann dürfen wir auch nicht davon ausgehen, dass wir überhaupt dort überleben können. Im Star Trek-Universum wird dieses Problem gelöst durch die Annahme, dass das Raumschiff von irgendwelchen nicht näher beschriebenen Kraftfeldern geschützt wird („Schilde auf Maximum!“); bei der Reise durch ein Stargate taucht dieses Problem gar nicht erst auf. Hier wird die Reise zwischen den Planeten optisch wie ein Rutsch durch einen Schlauchtunnel dargestellt, der nur wenige Sekunden dauert; während das Star Trek-Raumschiff immerhin eine „Reisedauer“ von Stunden oder Tagen im Hyperraum zubringt. Wobei sich im letzteren Fall spontan die Frage aufdrängt, wie man denn im Hyperraum (wo Raum oder Zeit nicht gelten!) navigiert.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich nach heutigem Stand lediglich um reine Phantasie (= fiction) handelt, so scheint es mir aber doch etwas logischer, die Aufenthaltsdauer im Hyperraum als minimal einzuschätzen; das heißt: für jemanden, der diese Art Fortbewegung beherrscht, geschieht eine solche Reise augenblicklich, ohne Zeitverlust. Wenn man eine solche Prämisse als Grundvoraussetzung zulässt, dann werden plötzlich die unermesslichen Entfernungen im Weltall bedeutungslos und die obere Grenze ist nur der Himmel – im wahrsten Sinne des Wortes.

Material vom Himmel

Der moderne Mensch verbraucht unverantwortlich große Mengen an Energie bei dem Versuch, die Erdoberfläche zu verlassen und in den Weltraum vorzudringen – und erzeugt dabei zwangsläufig auch noch enorm viele Abgase. Wohl jedermann kennt heutzutage die Filmaufnahmen einer startenden Rakete. Was aber wäre, wenn wir die ganze Sache von der falschen Seite aus betrachten?!

Zu Wasser, zu Lande, in der Luft ...?
Man stelle sich vor, ein Krebs, der auf dem Meeresgrund lebt, schaut nach oben und betrachtet das, was auf der Wasseroberfläche so geschieht. Er sieht die Unterseite der Rümpfe von vorbeifahrenden Schiffen. Ab und zu begegnet ihm auch ein getauchtes U-Boot, dem es scheinbar spielerisch leicht gelingt, bis in seine Unterwasserwelt vorzudringen. Aus der Untersuchung von untergegangenen Schiffswracks „weiß“ unser Krebs, dass die Rümpfe dieser Schiffe oft aus Stahl bestehen – einem Werkstoff, der deutlich schwerer ist als Wasser und daher eigentlich gar nicht schwimmen kann. Dennoch gelingt es den U-Booten sogar, wieder zurück auf die Oberfläche aufzutauchen. Der Krebs träumt davon, auch einmal an die Oberfläche dieses geheimnisvollen Ozeans zu gelangen. Nun ist es aber so, dass die Krebse naturbedingt aufgrund ihrer Größe schlechte Schwimmer sind, sondern sich überwiegend am Meeresboden aufhalten. Der Versuch, schwimmend die Meerestiefen zu überwinden, wäre mit viel zu großem Energieaufwand verbunden. 

Gilt es hier womöglich, eine Analogie zu entdecken?

Der Vergleich, vom Meeresboden zur Wasseroberfläche zu gelangen, entspräche dann der Entfernung von der Erdoberfläche ins Weltall. Der Versuch, ein gesunkenes Schiffswrack zu heben, wäre vergleichbar mit dem Modell eines „Weltraumlifts“ . In diesem Fall wären wir dann jenes Krustentier, das voller Sehnsucht hinaufschaut in unerreichbare Fernen.  
Wenn wir uns nun gedanklich versetzen in die Realität der heutigen Zeit, dann wissen wir, warum Schiffe schwimmen und warum U-Boote tauchen können. Das Zauberwort heißt „Verdrängung“:  Schwimmfähige Körper müssen so viel Hohlraum besitzen, dass die darin enthaltene Luft genügend Auftrieb gibt (sog. „Archimedisches Prinzip“ ). Das Gewicht des Schiffsstahls wird also aufgewogen durch die Luft – ein Medium, das leichter ist als das Wasser. Ein U-Boot kann tauchen, weil es die in den Ballasttanks gespeicherte Luft komprimiert, wodurch sich die Gewichtsverhältnisse ändern; zum Auftauchen wird dieser Vorgang rückgängig gemacht und das Wasser aus den Tanks wieder herausgedrückt. 

Ein durchaus vergleichbares Beispiel wird uns von der Natur angeboten: Das Perlboot,  ein sogenannter Kopffüßer, vergleichbar mit Tintenfischen. Das Perlboot „baut“ sich allerdings eine feste Schale, die es beim Wachstum ständig vergrößert. „Bewohnt“ wird dabei nur die jeweils äußerste Schale; die anderen sind miteinander verbunden und dienen dem Druckausgleich. Das Perlboot ist in der Lage, die Kammern mit Hilfe eines selbst erzeugten Gases zu be- oder entlüften, um dadurch ein Auf- und Absteigen im Wasser zu ermöglichen. Es bleibt dabei ein Geheimnis, wie das Perlboot die nötigen Gase erzeugt – und vor allem, wie es diese Gase (unter Druck?) lagert, um sie bei Bedarf zur Verfügung zu haben.

Um die Analogie zu vervollständigen, ist es erforderlich, ein Medium zu finden, das leichter ist als Luft. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass – wenn es denn einen solchen Stoff gibt – er nicht auf der Erdoberfläche gefunden werden kann. Ebenso wie Luftblasen sofort im Wasser aufsteigen, würde dieser hypothetische Stoff schnell ins offene Weltall „verdunsten“. Man könnte zwar die Luftblasen im Wasser auffangen und „speichern“, dazu bedarf es aber einer luftundurchlässigen Hülle wie z.B. einem Ballon (den es wiederum am Meeresboden nicht zu finden gibt). Andererseits nutzen wir ganz selbstverständlich luftgefüllte Gegenstände, die nicht sinken können, um andere Gegenstände daran zu befestigen und diese so am Versinken zu hindern; man nennt sie „Bojen“. Es müsste also für die Anwendung dieses Gedankenmodells ein Medium geben, das es hier auf unserer Erde nicht gibt und das leichter ist als Luft. 

Das führt mich zu einer weiteren Frage: Warum zischen Sternschnuppen immer „quer“ über den Himmel?

Das hat wohl jedermann schon einmal in einer sternenklaren Nacht beobachtet: ein kurzes Aufflackern, ein Lichtschein von nur einem Sekundenbruchteil Dauer, und schon ist es wieder verschwunden. Dies sind seit Anbeginn aller Zeiten Teile von Meteoroiden, die mehr oder weniger chaotisch im All umhertreiben und irgendwann in den Einflussbereich der Erdatmosphäre geraten. Um sie wahrnehmen zu können, müssen sie allerdings eine Spur über den Himmel hinterlassen; manchmal nur kurz, andere Male scheinen sie fast bis zum Horizont zu fliegen. Ein Vergleich dazu fällt mir ein: Autofahrer kennen das Dilemma, dass Insekten während der Fahrt frontal gegen das Fahrzeug prallen und dort hässliche Spuren hinterlassen. Nun kann man aber manchmal beobachten, dass manche Insekten in einem schrägen Winkel auf das Fahrzeug zufliegen; sie prallen von der Windschutzscheibe ab oder werden sogar vom Fahrtwind beiseite geworfen, ohne das Fahrzeug auch nur zu berühren. Ebenso könnte man sich – vom Weltraum aus betrachtet – vorstellen, dass einige Meteoroide in einem schrägen Winkel auf die Atmosphäre treffen und dort aufgrund der Reibungshitze verglühen; andere aber müssten auf einer rein zufälligen Flugbahn so exakt auf die Erde „zielen“, dass sie – von der Oberfläche betrachtet – direkt senkrecht auftreffen. Derartige „Zufallstreffer“ müssten aufgrund der Eigenbewegung und der Schwerkraft eine enorm große Energie innehaben und dürften kaum unbemerkt bleiben, wenn sie auf festem Boden aufschlagen. Derartige Einschläge sind aber extrem selten. Daher bleibt die Überlegung: könnte es etwas geben, das diese Meteoroide „ablenkt“? So, wie der Fahrtwind die Insekten noch vor dem Fahrzeug davon weht. Da Wind im All nicht vorkommt, könnte es etwas anderes sein. Vielleicht eine magnetische Abstoßung, wie sie jedes Kind beim Spielen mit zwei gleichpoligen Magneten spüren kann? Leider bleibt von derart „abgestoßenen“ Meteoriten nicht genug übrig, um es einer genaueren wissenschaftlichen Untersuchung zu unterziehen. Sie verschwinden entweder ungesehen wieder in den Tiefen des Alls, oder sie verglühen, und ihre Asche verteilt sich im Orbit.

Nun angenommen, es würde gelingen, etwas von diesem Material noch außerhalb unserer Lufthülle zu bergen. Ein wahrer Wunschtraum ginge in Erfüllung, wenn sich dabei herausstellen würde, dass es vom Erdmagnetfeld abgestoßen werden wird – wie ein gleichpoliger Magnet. Das würde sich sehr schnell herausstellen, denn ein Erd-Raumschiff mit dieser Fracht an Bord würde auffallende Probleme bei der Rückkehr haben (je nach Menge der gewonnenen Fracht). Einen „großen Klumpen“ in einem Stück mitzubringen könnte sich zunächst als unmöglich erweisen; kleinere Mengen müssten demnach aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften, die den irdischen entgegenwirken, zu einer Verringerung des Gesamtgewichtes der Raumfähre führen – und damit bereits zu der gewünschten Energieersparnis. Diesen Traum weitergesponnen könnte man sich ein Raumschiff vorstellen, außerhalb des Erdorbits konstruiert und aus dem neuen Material bestehend. Um auf der Erdoberfläche landen zu können, müsste man entsprechenden Ballast mitführen; dies könnten irgendwo in unserem Sonnensystem gewonnene Rohstoffe oder dort hergestellte Waren sein. Ist das Raumschiff nach der Landung entladen, so würde es durch die darauf einwirkenden abstoßenden Kräfte ganz von selbst wieder aufsteigen; ähnlich wie das auftauchende U-Boot ohne besonderen Antrieb, lediglich durch das Auspressen der Luft, wieder zurück an die Wasseroberfläche steigt.

Einen ganz ähnlichen Ansatz hat übrigens bereits der Autor Hans Dominik in seinem Werk „Flug in den Weltraum“  verfolgt. Allerdings mit dem Unterschied, dass in diesem Roman das Material, das zum Antrieb eines Raumschiffs dient, künstlich in einem Labor hergestellt wird. Es wäre mit Sicherheit effektiver und kostengünstiger, wenn ein solches Material auf natürlichem Wege gewonnen werden könnte.

Astronomische Beobachtungen

Es könnte zwei Arten dieser Beobachtungen geben. Entweder stellt jemand einige markante Monumente in die Landschaft, um dann mit deren Hilf...