Bauwerke überall

Überall auf der gesamten Erdkugel gibt es Nachweise von monumentalen Steinbauten und -bearbeitungen. Das wird wohl niemand bestreiten können. Auf allen Kontinenten kann man sie sehen, man kann sie berühren und bestaunen. Erklären aber kann man sie meistens nicht.

Das Faszinierendste daran ist für mich aber nicht nur die überwältigende Vielzahl von Bauwerken, sondern vor allem ihre gleichmäßige Verteilung. 

Pyramidenbau (KI-generiert)
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass unsere Vorfahren in der Morgendämmerung der Menschwerdung allesamt nichts Besseres zu tun hatten, als mit den einfachsten Mitteln die härtesten Steine zu bearbeiten, sie über Berg und Tal, durch Sümpfe und über Flüsse hinweg zu transportieren und dann irgendwo im Nirgendwo aufzustellen, um danach eher zufällig festzustellen: Ach guck mal, wenn ich hier über diese beiden Steine hinweg genau in den Sonnenaufgang blicke, dann ist wohl bald Frühling. 

Das Hämmern der Steinmetze und das laute "Hau-Ruck" der Transportmannschaften wäre demnach wohl überall auf der Welt stets zu hören gewesen.

Wer aber mag denn wohl der Initiator dieser weltweiten Steinzeit gewesen sein?

Die Bauten können meiner Ansicht nach ganz grob in Kategorien sortiert werden.

- Werke mit kalendarischem oder astronomischem Hintergrund
Diese setzen hohes mathematisches Wissen voraus, denn man muss den gewünschten Effekt bereits im Voraus kennen und bei der Planung berücksichtigen. Außerdem ist hier von besonderer Wichtigkeit, dass Materialbeschaffenheit und Untergrund zweckentsprechend und überaus solide sein müssen, vor allem, wenn der Effekt über eine lange Zeit abrufbar bzw. verfügbar bleiben soll.  

- Wohn- oder Verteidigungsanlagen
Hier ist die Frage, wieviel Zeit den Planern und Erbauern zur Verfügung gestanden haben könnte. Wohnanlagen aus massivem Gestein errichtet oder in solches hineingegraben, benötigen zwangsläufig eine gewisse Bauzeit, währenddessen die künftigen Bewohner anderweitig untergebracht werden müssen. Verteidigungsanlagen implizieren einen Feind, dessen bevorstehenden Angriff es abzuwehren gilt oder vor dem man sich verstecken möchte. Hier bleiben Fragen offen, ob oder wie lange man entsprechende Arbeiten insgeheim durchführen kann, ohne dass sie bereits im Baustadium entdeckt und vernichtet werden. Und natürlich auch, welcher potentielle Angreifer denn so stark oder mächtig ist, dass relativ einfach zu errichtende Abwehrbauten wie Holzpalisaden, Erdwälle oder Dornenhecken nicht (mehr) ausreichen. 

- Götter- oder Personenverehrungen
Hier wäre noch zu unterscheiden: Besteht die Verehrung darin, dass die Erbauer beispielsweise versuchen, etwas Erlebtes oder Beobachtetes nachzuempfinden; oder sind es die "Götter" selbst, die den Menschen vorschreiben, was sie zu tun haben und wie sie es tun sollen? Ersteres würde vielleicht zumindest teilweise einige Statuen und Gravuren erklären. Menschen sahen demnach Dinge und beobachteten Geschehnisse, die sie mit ihrem begrenzten Wortschatz nicht beschreiben konnten, und mussten dies dennoch irgendwie den Handwerkern mitteilen, die diese Eindrücke dann darzustellen versuchten. Der zweite Fall wäre komplexer, denn wenn man von einem bewusst gewollten Auftrag ausgeht, muss man sich auch fragen, welchen Sinn dies hätte. 

Daraus ergäbe sich, dass alle die steinernen Hinterlassenschaften eine Botschaft enthalten, die wir bis heute noch nicht verstanden haben. Oder – schlimmer noch: wir hatten vielleicht einmal eine Erklärung für all das mitgeliefert bekommen, wir haben sie aber verloren oder aus Unverständnis zerstört

Zahlenspiele

Der Mars ist durchschnittlich 228 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.
Die Lichtgeschwindigkeit beträgt rund 300.000 km pro Sekunde.
Die Milchstraße hat einen Durchmesser von etwa 90.000 Lichtjahren.
Das Universum ist rund 13,7 Milliarden Jahre alt.

Das sind nur einige Beispiele für Zahlenangaben, von denen man sagt, die Wissenschaft habe sich darauf geeinigt. Was nichts anderes bedeutet, als dass ein Anzweifeln dieser Daten oder gar ein Widerspruch nicht mehr zugelassen werden würde. Nachwuchswissenschaftler sind daher gezwungen, auf diesem vorhandenen "Wissensgerüst" aufzubauen. Ein "was aber wäre, wenn..." führt zwangsläufig zu einer Lächerlichmachung aller Theorien und zur gesellschaftlichen Ächtung

Früher, in den Kindertagen der Wissenschaft, hatten es Forscherinnen und Forscher noch leicht. Sie konnten eigene Theorien erproben, neue Zusammenhänge ermitteln und auf eigene Faust losziehen, um neue Welten und unbekannte Zivilisationen zu entdecken. Die "letzte Grenze" war die menschliche Phantasie. Ein typisches Beispiel wäre die Erforschung von Versteinerungen, die zunächst zufällig bei Grabungsarbeiten gefunden wurden und in denen man "Drachen" und ähnliche Monster zu erkennen glaubte, bis es  feststand, dass es irgendwann in der Geschichte unseres Planeten gigantische "Schreckensechsen" gegeben haben muss; eine Feststellung, die sich aber bis heute nicht mit den Grundzügen religiöser Werte vereinbaren lässt. Wir können uns ja nicht einmal darauf einigen, was vor 2.000 Jahren geschah; ob ein junger Zimmermann zu den Menschen sprach und dafür getötet wurde – oder nicht.

„Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: 
In der ersten wird es lächerlich gemacht. In der zweiten bekämpft,
in der dritten gilt es als selbstverständlich.“ 


Die moderne Forschung geht notgedrungen zwei Wege. Das Eine ist eine immer mehr fortschreitende Miniaturisierung. Die alten Griechen glaubten noch, alle Materie bestünde aus etwas so Winzigem, dass es nicht mehr teilbar wäre, und nannten es "Atom". Dieses Gedankenmodell wurde buchstäblich immer mehr zerlegt; heute spalten wir ganz selbstverständlich Atome und nutzen die dabei freiwerdende Energie. Galten früher noch vererbte Eigenschaften als eher zufällig, sind Wissenschaftler heute dabei, die DNA von  Pflanzen und Tieren künstlich zu manipulieren.

Das Gewicht der Erde
Der andere Weg führt in Richtung der Maximierung von Forschungsdaten. Dabei werden Ergebnisse in immer größeren Einheiten angegeben, die nur noch von Fachexperten überprüft (oder angezweifelt) werden können. Das geht so weit, dass einige Angaben so absurd hoch sind, dass sie von Laien nur noch als bloße Spekulation wahrgenommen werden. Nur ein Beispiel: die Masse der Erde wird mit "5,9722 mal 10 hoch 24 kg" angeben. – Eine Zahl, die durch absolut nichts beweisbar ist; es gibt keine Waage, die groß genug wäre, einen Planeten zu wiegen; und der Begriff "Kilogramm" beschreibt eine eher willkürliche, zufällige menschliche Festlegung eines Standards. Dasselbe gilt für so ziemlich jede größere Zeitangabe. Das Alter der Erde wird mit "etwa 4,6 Milliarden Jahren" angegeben. Als ob die Umlaufzeit eines kleinen, unscheinbaren Planeten um seinen Zentralstern am Rande einer nebensächlichen Galaxie als Zeit- und Taktgeber für das ganze Universum gelten könnte. Man kann noch nicht einmal mit Bestimmtheit sagen, ob das, was wir Menschen als "Jahr" bezeichnen, stets und zu allen Zeiten immer gleich lang war und bleiben wird. Schon Albert Einstein arbeitete in seinen Theorien am Zusammenhang zwischen Materie, Raum und Zeit. Dies impliziert, dass die Zeit, wie wir Menschen sie definieren, keine Konstante ist. Damit werden Sätze wie "vor 65 Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus" hinfällig und müssten ersetzt werden durch "es ist sehr, sehr lange her". 

 

Alle Jahre wieder

In der Ausgabe der Zeitschrift „Sagenhafte Zeiten“ vom Dezember 2025 wurde in einem ausführlichen Artikel die Herkunft und Bedeutung der Geschichte vom Stern von Bethlehem beschrieben, wie sie in der Bibel im Matthäus-Evangelium überliefert ist und seit Generationen immer wieder zur Weihnachtszeit zitiert wird. 

Mal abgesehen davon, dass ich sehr kritisch der Art und Weise gegenüberstehe, einzelne Passagen der Bibel absolut wörtlich und für bare Münze zu nehmen, während der Rest "nur" als eine nette Ansammlung von Legenden und Mythen betrachtet wird; so kann man meiner Ansicht nach zumindest eine der in dem Artikel aufgeworfenen Fragen recht einfach beantworten, nämlich die, wie denn die drei Heiligen aus dem Morgenlande (Matth. 2, 1-12) die weite Reise „in außergewöhnlich kurzer Zeit“ bewerkstelligen konnten. Nun, es steht ja nicht geschrieben, wann sie denn ihre Reise begonnen haben mögen; nicht auszuschließen wäre doch, dass sie bereits sehr viel früher das seltsame Licht am Himmel beobachteten, dem zu folgen sie dann beschlossen, so dass sie – vielleicht nach einer monatelangen (?) Reise – pünktlich zum Zeitpunkt des historischen Geburtsereignisses vor Ort eintrafen. 

Wichtiger aber ist für mich die Frage, was genau denn eigentlich am Himmel zu sehen war, das die Gelehrten so beunruhigte, dass sie diese gefahrvolle Reise ins Ungewisse antraten: Nach Matthäus ein Stern, den sie im Morgenland sahen und den sie anbeten wollten. 

Seit alters her ist es vor allem in der Seefahrt Brauch, sich auf hoher See nach den Sternen am Firmament zu orientieren. Insbesondere nachts, wenn es weit und breit keine Alternativen gibt, ist es die einzige Möglichkeit, einigermaßen die Richtung der Reise zu bestimmen. Dabei aber ist es natürlich jedem klar, dass die Sterne, die scheinbar bewegungslos am Himmel stehen, sich sehr wohl bewegen (das heißt, natürlich dreht sich die Erdkugel unter ihnen hinweg). Aber niemals hat je ein Seefahrer behauptet, dieser oder jener einzelne Stern hätte bewegungslos vor dem Schiff her geleuchtet und habe es direkt in den Bestimmungshafen gelotst. Wenn also die drei Weisen, die doch wohl als eine Art geistige Elite ihrer Zeit betrachtet werden dürfen, so etwas behaupten, dann muss man doch davon ausgehen, dass sie tatsächlich etwas beobachtet haben, das völlig anders ist als die Sterne, die Nacht für Nacht unverändert am Himmel stehen. 

Hierfür wurden bereits viele natürliche Ursachen als mögliche Erklärung herangezogen, unter anderem beispielsweise eine Supernova, die zufällig gerade zu diesem Zeitpunkt zu sehen gewesen wäre; oder ein vorüberziehender Meteorit. Dies aber wären sicherlich Himmelserscheinungen, die ausgebildeten Beobachtern auch damals schon vergleichsweise leicht erklärbar hätten sein müssten; dies hätte wohl kaum eine weite Reise notwendig gemacht. Außerdem würden solche Besonderheiten natürlich ebenfalls der Himmelsmechanik folgen, also sich bewegen. Völlig absonderlich wird es aber an der Stelle, wo es heißt, der Stern sei über dem Stall von Bethlehem stehengeblieben. Spätestens dies ist mit natürlichen Phänomenen nicht mehr erklärbar. Wenn die Reisenden einem Stern gefolgt sind, dann würde dieser, sobald sie auch nur in die Nähe von Bethlehem kommen, am Horizont stehen wie alle anderen Sterne auch. Wie der Esel, der von der vor seinem Maul hängenden Möhre immer weiter gelockt wird, ohne sie je zu erreichen, würden die Gelehrten immer weiter und weiter reisen. Irgendetwas muss also an dieser Stelle plötzlich anders gewesen sein, so dass das Licht wie ein Suchscheinwerfer ausgerechnet auf einen kleinen, völlig unscheinbaren Stall hindeutet. Noch dazu haben die Reisenden keineswegs mit so etwas rechnen können, da sie ja der Überlieferung nach erwarteten, den König der Juden vorzufinden. 

Stern über Bethlehem

Wenn also ein helles Licht am Nachthimmel stand, das genau diesen Stall beleuchtete: müssten dann die Menschen in der näheren Umgebung dieses Licht nicht ebenfalls wahrgenommen haben? Wohlgemerkt zu einer Zeit, in der noch niemand auch nur daran gedacht hat, Illumination vom Himmel herab zu sehen.

 

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 Ergänzung vom 28. Dezember 2025

Ich habe – das muss ich zugeben – tatsächlich sechzig Jahre benötigt, um endlich voll und ganz zu verstehen, dass es in der Bibel zwei Weihnachtsgeschichten gibt, die teilweise voneinander abweichen; nämlich die Evangelien nach Matthäus und nach Lukas. Wobei die letztere diejenige ist, die regelmäßig von Christen  auf der ganzen Welt in Krippenspielen zitiert und nachgestellt wird; denn sie ist die eindeutig kinderfreundlichere Darstellung. Es ist immer wieder eine anrührende Szene, wenn kleine Kinder sich fleißig bemühen, sowohl die Hirten als auch eine Schafherde dazustellen. Der berühmte Stern von Bethlehem kommt allerdings bei Lukas gar nicht vor; die Hirten werden von Engeln nach Bethlehem geleitet mit einigen klaren Hinweisen, die aus heutiger Sicht ein wenig an die Kommandos eines Navigationsgeräts im Auto erinnern ("Sie haben Ihr Ziel erreicht"). 

Der Stern wird erwähnt bei Matthäus; er leitet die "Weisen aus dem Morgenlande" zum Ziel. Diese Version der Geschichte ist allerdings weniger kindgerecht; zum einen, weil Matthäus erwähnt, dass Joseph mit dem Gedanken spielte, seine Verlobte, deren Schwangerschaft er sich nicht erklären konnte, "heimlich zu verlassen"; zum anderen, weil König Herodes, nachdem er von den Weisen informiert worden war, aus Sorge um einen Machtverlust den Befehl gab, alle Kinder, die unter zwei Jahre alt waren, töten zu lassen. Dieser Teil der Geschichte ist nun wirklich nicht geeignet, um kleine Kinder in weihnachtliche Stimmung zu versetzen. 

Damit das schöne Bild nicht gänzlich verlorengeht, wurde kurzerhand der Stern von Bethlehem umdisponiert; er macht sich nun viel malerischer auf so ziemlich jeder Krippendarstellung als Leitstern für die Hirten. Die "Weisen" oder "Könige" aus dem Morgenland (weder ihre genaue Herkunft noch ihr Status, nicht einmal ihre Anzahl wird explizit erwähnt), die dadurch am Heiligabend etwas zu kurz kommen, erhalten zum Ausgleich ihre eigene Show. Evangelische und katholische Christen feiern am 6. Januar den Dreikönigstag.

Signale

Der italienische Physiker Enrico Fermi stellte 1950 eine interessante These auf, die sich zusammenfassen lässt mit der Frage: Wenn da draußen andere intelligente Zivilisationen existieren – warum können wir dann keine Spuren davon entdecken? Diese Frage ging als Fermi-Paradoxon in die Geschichte ein. Eine Rolle spielt dabei auch die Drake-Gleichung, mit deren Hilfe man abzuschätzen versucht, wie viele solcher hochentwickelten Zivilisationen es im Universum geben könnte. 

Beide Überlegungen haben meiner Ansicht nach einen entscheidenden Nachteil: sie gehen davon aus, dass Völker anderer Welten eine Technologie anwenden, die der unseren ähnelt (also insbesondere Informationen mit Hilfe von Radiowellen austauschen). Dabei muss man sich vergegenwärtigen, dass auch für uns Menschen diese Technologie noch gar nicht so lange verfügbar ist. Gerade mal erst in den 1920er Jahren wurde der Radioempfang populär.
Kommunikationswege
Um ein gedankliches Bild zu produzieren: Wir verhalten uns dabei etwa ebenso wie Menschen, die für eine Fern-Kommunikation kein anderes Hilfsmittel kennen als Rauchzeichen. Sie senden ihre Signale in den Himmel und wundern sich, dass sie keine Antwort erhalten; während um sie herum der moderne Mensch sich elektronischer Hilfsmittel bedient, schnurlos telefoniert und Informationen über das Internet austauscht. Sie können nicht einmal ansatzweise erahnen, dass der Himmel um sie herum von Daten geradezu wimmelt, denn sie haben (noch) keinerlei Hilfsmittel, die das Erfassen solcher Informationen ermöglichen würden. Es gibt einige "Cargo-Kulte", die auf der Annahme basieren, dass primitive Völker genau dies getan haben: sie haben technische Vorgänge zwar beobachtet, aber nicht verstanden und versuchen, diese mit einfachsten Mitteln zu kopieren. 

Auch in unserer modernen Welt, in der wir Satellitentechnologie ganz selbstverständlich nutzen, gibt es noch immer neue Entwicklungen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen oder sogar als völlig veraltet dastehen lassen. Das Radio dient mittlerweile nicht mehr nur zur Ausstrahlung von Musik oder Sprache, sondern es werden auch gleichzeitig Informationen über den Sender, den Musiktitel, den Interpreten oder auch über die aktuelle Verkehrslage übermittelt. Das Fernsehen hat sich von mageren drei Schwarz-Weiß-Programmen zu einer Vielzahl von Programmen gemausert, wobei hier der begleitende Teletext auch schon wieder ein "Auslaufmodell" ist. Und CB-Funk, der gegen Ende des 20. Jahrhunderts noch sehr beliebt war, wird heute fast nur noch von Hobbyfunkern verwendet.

Aus diesem Grund sollte man nicht zu der Annahme verleiten lassen, dass unsere heutigen Systeme der Datenübermittlung der Weisheit letzten Schluss bedeuten. Immerhin haben alle diese Systeme dasselbe Manko: sie basieren auf dem elektrischen Strom, der mit annähernder Lichtgeschwindigkeit fließt. Das klingt nach viel, ist es aber nicht. Bei einer Funkverbindung zwischen Erde und Mond beträgt die Verzögerung nur etwa zwei Sekunden; bei einer Verbindung zum Mars müsste man bereits von etwa elf Minuten ausgehen, bis die Nachricht beim Empfänger eintrifft. Ein Szenario, das übrigens in den Film "Der Marsianer – Rettet Mark Watney" berücksichtigt wurde. 

Bei noch weiter entfernten Zielen muss man natürlich die zeitliche Verzögerung noch sehr viel höher ansetzen. Während es sich bei einer Kommunikation innerhalb unseres Sonnensystems vielleicht noch um Minuten oder Stunden handeln mag, wäre bei einer interstellaren Übertragung bereits von mehreren Jahren auszugehen – eine Unterbrechung, die eine sinnvolle Unterhaltung mit Rede und Antwort fast unmöglich macht. Auch dies wurde in der Filmindustrie bereits thematisiert: in der Science-Fiction-Parodie "Dark Star – Finsterer Stern" wird beim Funkkontakt zwischen Erde und Raumschiff eine Verzögerung von zehn Jahren erwähnt.

".Das Fehlen von Beweisen ist kein Beweis für das Fehlen"
(Carl Sagan zugeschrieben)


Es bleibt zu hoffen, dass wir Menschen möglichst bald und schnell hinzulernen, um neue, heute noch völlig unbekannte Kommunikationswege zu entdecken, die uns vielleicht eines Tages die Teilnahme am interstellaren Nachrichtenaustausch ermöglichen. Wir sind nicht allein. Die anderen sind nur sehr, sehr weit weg.

In der Ruhe liegt die Kraft

In der Science fiction ist es längst allgemein bekannt, dass in einem Raumschiff, das sich schwerelos im All bewegt, die fehlende Schwerkraft durch eine andere Kraft ersetzt werden kann: die Fliehkraft.

Als Beispiele seien nur genannt: Neben dem Filmklassiker "2001 - Odyssee im Weltraum" aus dem Jahr 1968 sind es auch die beiden Filme "Mission to Mars" und "Red Planet" (beide aus 2000), die allesamt eine Reise in einem Raumschiff darstellen, das zumindest teilweise in eine gleichmäßige Rotation versetzt wird. Durch diese Rotation wird alles darin befindliche – Ausrüstung und Astronauten – bedingt durch das Trägheitsmoment an die Innenseite der Außenwand gedrückt. Ist die Rotation perfekt justiert, erzeugt dies ein Gefühl einer erdähnlichen Schwerkraft.

In der Realität ist es bisher noch nicht gelungen, ein solches Verfahren anzuwenden. Die Raumstation ISS ist, obwohl sie seit dem Jahr 2000 dauerhaft von wechselnden Mannschaften bewohnt wird, noch immer von vorn bis hinten durchgängig schwerelos. Dies stellt eine enorme körperliche Belastung für die Weltraumreisenden dar.

Hier nun eine Idee, die mir im Kopf herumgeistert. Wanderer ebenso wie Seeleute wissen seit langem die Vorteile einer Hängematte zu schätzen. Für die einen ist es die leichte und platzsparende Transportierfähigkeit, für die anderen ist es der Ausgleich der Bewegung, die durch Sturm und Wellengang erzeugt wird. Dieser Ausgleich entsteht durch das Hin- und herpendeln des Körpers; bedingt durch die Erdanziehung tendiert diese Pendelbewegung stets zurück zum Ruhepunkt. – Was aber würde geschehen, wenn eine Hängematte in der Schwerelosigkeit verwendet werden würde?

Wichtig dabei wäre, dass für die Hängematte ein ausreichend großer Platz zur Verfügung steht; groß genug, damit die Matte sich in einem vollen 360-Grad-Kreis drehen kann. Ein solcher Platz sollte durchaus in einem der Räume der ISS zu finden sein. Außerdem wird natürlich an zwei Seiten eine Aufhänge-Möglichkeit benötigt, die den 360-Grad-Schwenk mitmachen kann. Wenn nun ein Astronaut sich in die Hängematte begibt, so muss diese lediglich durch einen kleinen Schubs in Bewegung gebracht werden. Ohne den Widerstand der Erdschwerkraft würde sich die Bewegung ungebremst fortsetzen, und die bereits erwähnte Massenträgheit müsste den Astronauten mehr oder weniger sanft in die Kissen drücken. Die Stärke dieses Andrucks wäre sogar regulierbar und könnte dem Wohlfühl-Effekt angepasst werden.

Entspannen im All
Ich kann mir vorstellen, dass dadurch die Belastung auf den menschlichen Organismus etwas gemildert werden kann, da zumindest vorübergehend erdähnliche Zustände imitiert werden. Dies kann zu einem entspannteren Schlaf führen, auch eine medizinische Notfallversorgung wäre denkbar. Ein Nachteil allerdings ist für mich ebenfalls erkennbar: durch die ständige Rotation ist es für das menschliche Auge schwierig, einen optischen Fixpunkt anzupeilen; es könnte auf Dauer zu einem Drehschwindel führen, ähnlich wie die Fahrt in einem Karussell auf einem Jahrmarkt.

Es käme auf einen Versuch an.

Kollidierende Galaxien

Es gibt verschiedene Darstellungen von Galaxien, die miteinander kollidieren. Dies geschieht in einem Zeitrahmen, der so groß ist, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, die dabei entstehenden Unterschiede wahrzunehmen. Man kann aber versuchen, es in einer Simulation nachvollziehbar darzustellen.

Aber: Bitte hört damit auf, es so aussehen zu lassen, als ob die Sterne gar nicht davon betroffen wären ("Galaxien bestehen hauptsächlich aus leerem Raum").

Ebenso gut könnte man behaupten, es würde überhaupt nichts geschehen, wenn eine Kreissäge an einen Holzbalken angesetzt wird; denn beide, das Holz ebenso wie die Säge, bestehen aus Atomen, und die wiederum bestehen größtenteils aus überhaupt nichts.

Fakt ist natürlich, dass beim Sägevorgang sämtliche Atome des Holzes erhalten bleiben. Sie werden aber aus ihrem gewachsenen Verbund herausgeschleudert, Holzsplitter und -fasern fliegen herum und am Ende bleibt ein Häufchen Sägespäne zurück.

Fliehen – aber wohin?
Ebenso dürfte es sich bei der Galaxie-Kollision verhalten. Aufgrund der großen Entfernung ist es der Menschheit nicht möglich, genauere Einzelheiten der Galaxien zu erkennen; aber aufgrund ihrer schieren Größe muss man davon ausgehen, dass es abertausende von Sternen sind, die – herausgerissen aus ihrem Verbund – zu Sternenstaub zermalmt werden. Selbst wenn nur ein winziger Bruchteil dieser Sterne Planeten besitzt, und von denen wiederum ein Minimum intelligentes Leben hervorgebracht hat: so sind es dennoch unüberschaubar viele Lebewesen, die unmittelbar von dieser Katastrophe betroffen sind.

Wie mag wohl der Anblick einer solchen Kollision aus der Nähe betrachtet sein? Wir kennen von unserem Nachthimmel die Aussicht auf unsere Milchstraße, und wir sind den Anblick vorbeischießender Kometen gewöhnt. Aber eine zweite Galaxie, die mit dem Tempo und der gnadenlosen Unausweichlichkeit eines Gletschers auf uns zuströmt?! Selbst wenn es noch tausende Jahre dauern wird, bis der Planet Auswirkungen dieses Zusammenstoßes zu spüren bekommt – es bleibt doch nur noch die Hoffnungslosigkeit. Auch wenn die Zivilisation eines Planeten bereits die Raumfahrt entwickelt haben sollte – wohin kann man fliehen? Selbst unsere Science fiction geht normalerweise über die Grenzen des "uns bekannten Universums" nicht hinaus. Ein Flüchtlingstreck aller raumfahrenden Zivilisationen, die eine ganze Galaxie verlassen müssen, sprengt jede Vorstellungskraft.

Richesse oblige

Die Redewendung "Noblesse oblige" (Adel verpflichtet) ist wohl so ziemlich jedermann geläufig (oder kann es werden). Sinngemäß wird damit zum Ausdruck gebracht, dass der soziale Status eine Verpflichtung mit sich bringt, Verantwortung zu übernehmen. In historischen Zeiten bedeutete dies auch, für Untergebene, Dienerschaft oder Leibeigene in einer angemessenen Weise zu sorgen; in einer Zeit, als an so etwas wie "Sozialfürsorge" oder gar "Altersvorsorge" noch nicht zu denken war.  

In unserer modernen Welt sieht die Versorgungslage glücklicherweise etwas besser aus; an die Stelle des wohlwollenden Entgegenkommens seines Lehnsherrn ist die persönliche Eigenvorsorge getreten. Umfang und Verhältnismäßigkeit dieser Eigenvorsorge bleibt im Rahmen der Möglichkeiten jedem selbst überlassen.

Dieser Rahmen wird natürlich vorgegeben durch die jeweiligen Lebensumstände, die wiederum nicht immer wunschgemäß zu beeinflussen sind. Dies beginnt mit einem liebevollen Elternhaus, einer guten Schul- und Berufsausbildung und endet noch längst nicht bei der Gründung eines eigenen Haushalts. Für ein Leben in Wohlstand und Glück ist – wenn man nicht gerade Erbe reicher Eltern oder Lotteriegewinner ist – ein geeigneter und sicherer Arbeitsplatz notwendig.

Ich möchte betonen: Ich missgönne niemandem seinen Reichtum, ganz im Gegenteil. Solange das Vermögen auf legalem Wege erworben wurde, soll doch jedermann auf seinem eigenen Wege glücklich werden. Aber dennoch sollte es dabei auch jedermann ein Anliegen sein, andere Menschen an seinem Glück teilhaben zu lassen.

Ford-Produktion im Jahre 1923
In der Geschichte der Weltwirtschaft gibt es eine ganze Reihe von Beispielen, die zeigen, dass aus einem kleinen Familienbetrieb ein riesiges Unternehmen werden kann. Namen wie beispielweise "Ford", "Henkel" oder "Karstadt" sind im Sprachgebrauch geläufig; vor allem in der deutschen Nachkriegszeit – der Zeit des "Wirtschaftswunders" – waren sie in aller Munde. Ihnen allen ist gemeinsam, dass dahinter eine Familiendynastie steckt, deren Oberhäupter es sich zur Aufgabe machten, das Familienvermögen zu verwahren und zu vermehren. 

Und eben dieses Verwahren und Vermehren ist es, woran es in der heutigen Zeit leider sehr mangelt. Es liegt sicherlich nicht an einem Mangel an Reichtum. Wozu gibt es denn Woche für Woche eine Ziehung der Lottozahlen... ?! Die Frage stellt sich vielmehr, was die Menschen denn anfangen mit einem unverhofften und unterwarteten Geldsegen. Einer der ersten Gedanken, die sich spontan einstellen, ist wohl so etwas wie "...jetzt kann ich mir endlich ein neues Auto kaufen". Es braucht einige Zeit, bis das Verständnis sich einstellt, dass ein nennenswerter Lottogewinn (oder eine umfangreiche Erbschaft) nicht nur für eines, sondern gleich für eine ganze Flotte von Autos reichen würde. – Oder eben für etwas ganz anderes, viel Größeres; etwas mit einem bleibenden Wert.

"Henry Ford hatte eine besondere Einstellung zu seinen Beschäftigten." 

(Wikipedia)

In den 1980er Jahren gab es eine US-amerikanische Fernsehserie auch in deutschen TV zu sehen: Sie trug den bezeichnenden Titel "Lotterie". Thema war, dass verschiedene (fiktive) Lottogewinner persönlich besucht und von ihrem Glück informiert wurden. Interessant war dabei, dass der Mitarbeiter der Lotteriegesellschaft stets begleitet wurde von einem Steuerbeamten, der die Gewinner über die rechtlichen Auswirkungen des Geldsegens informierte. Diese Information wird heutzutage sicher nicht jedem Gewinner "automatisch" zuteilwerden. Da sitzen sie denn, die frischgebackenen Millionäre, und wissen vor Freude nicht aus noch ein. Und hier besteht natürlich die große Gefahr, dass das Geld – wie gewonnen so zerronnen – buchstäblich verbrannt wird.

Um auf das Thema zurückzukommen: Hier wäre ein Ansatzpunkt, um aus einem unerwarteten Vermögen einen Vorteil zu erwirtschaften, der nicht nur das eigene Kapital vermehrt, sondern auch anderen Menschen zu einem besseren Leben verhilft. Geld muss arbeiten, sagt der Volksmund. Recht hat er. Anstatt also irgendwelchen Luxuskram anzuschaffen, den keiner wirklich braucht, sollte man lieber eine Firma gründen. Ideen dafür gibt es genügend; heutzutage nennt man sie neudeutsch "Startups".

Der Witz dabei besteht darin, sein Vermögen, das man ohne eigenes Zutun erworben hat, so zu verwenden, dass auch andere Menschen ein wenig davon profitieren. Wenn es gut läuft, kann man auf diese Weise auch dafür sorgen, dass zumindest der eigene Name unvergessen bleibt: "Todt nur ist, wer vergessen wird".

Bauwerke überall

Überall auf der gesamten Erdkugel gibt es Nachweise von monumentalen Steinbauten und -bearbeitungen. Das wird wohl niemand bestreiten können...