Überall auf der gesamten Erdkugel gibt es Nachweise von monumentalen Steinbauten und -bearbeitungen. Das wird wohl niemand bestreiten können. Auf allen Kontinenten kann man sie sehen, man kann sie berühren und bestaunen. Erklären aber kann man sie meistens nicht.
Das Faszinierendste daran ist für mich aber nicht nur die überwältigende Vielzahl von Bauwerken, sondern vor allem ihre gleichmäßige Verteilung.
Das Hämmern der Steinmetze und das laute "Hau-Ruck" der Transportmannschaften wäre demnach wohl überall auf der Welt stets zu hören gewesen.
Wer aber mag denn wohl der Initiator dieser weltweiten Steinzeit gewesen sein?
Die Bauten können meiner Ansicht nach ganz grob in Kategorien sortiert werden.
- Werke mit kalendarischem oder astronomischem Hintergrund
Diese setzen hohes mathematisches Wissen voraus, denn man muss den gewünschten Effekt bereits im Voraus kennen und bei der Planung berücksichtigen. Außerdem ist hier von besonderer Wichtigkeit, dass Materialbeschaffenheit und Untergrund zweckentsprechend und überaus solide sein müssen, vor allem, wenn der Effekt über eine lange Zeit abrufbar bzw. verfügbar bleiben soll.
- Wohn- oder Verteidigungsanlagen
Hier ist die Frage, wieviel Zeit den Planern und Erbauern zur Verfügung gestanden haben könnte. Wohnanlagen aus massivem Gestein errichtet oder in solches hineingegraben, benötigen zwangsläufig eine gewisse Bauzeit, währenddessen die künftigen Bewohner anderweitig untergebracht werden müssen. Verteidigungsanlagen implizieren einen Feind, dessen bevorstehenden Angriff es abzuwehren gilt oder vor dem man sich verstecken möchte. Hier bleiben Fragen offen, ob oder wie lange man entsprechende Arbeiten insgeheim durchführen kann, ohne dass sie bereits im Baustadium entdeckt und vernichtet werden. Und natürlich auch, welcher potentielle Angreifer denn so stark oder mächtig ist, dass relativ einfach zu errichtende Abwehrbauten wie Holzpalisaden, Erdwälle oder Dornenhecken nicht (mehr) ausreichen.
- Götter- oder Personenverehrungen
Hier wäre noch zu unterscheiden: Besteht die Verehrung darin, dass die Erbauer beispielsweise versuchen, etwas Erlebtes oder Beobachtetes nachzuempfinden; oder sind es die "Götter" selbst, die den Menschen vorschreiben, was sie zu tun haben und wie sie es tun sollen? Ersteres würde vielleicht zumindest teilweise einige Statuen und Gravuren erklären. Menschen sahen demnach Dinge und beobachteten Geschehnisse, die sie mit ihrem begrenzten Wortschatz nicht beschreiben konnten, und mussten dies dennoch irgendwie den Handwerkern mitteilen, die diese Eindrücke dann darzustellen versuchten. Der zweite Fall wäre komplexer, denn wenn man von einem bewusst gewollten Auftrag ausgeht, muss man sich auch fragen, welchen Sinn dies hätte.
Daraus ergäbe sich, dass alle die steinernen Hinterlassenschaften eine Botschaft enthalten, die wir bis heute noch nicht verstanden haben. Oder – schlimmer noch: wir hatten vielleicht einmal eine Erklärung für all das mitgeliefert bekommen, wir haben sie aber verloren oder aus Unverständnis zerstört.

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